Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1918)
- Article
- Jüdische Angestellte
- Date
- 1918-01-01
- Page
- 35 (sequence 2)
- Language
- German
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/Daß ich tm vorliegenden Falle durchaus Recht Lat, von dem Äk Meiner Firma geübten Grundsatz, nur christliche Beamte anzu--- stellen. nicht abzugehen, beweist mir das Eingreifen Ihres Vereins Ich halte es im Interesse gedeihlicher ZusaMmenarbeiL jedenfalls nicht für angebracht, wenn eine Vereinigung für sichdas Recht in Anspruch nimmt, sich zwischen eine Kategorie von Angestellten einerseits und die Mitangestellten und' die Firma andererseits zu stellen/ Herr vr.Avenarius kann, jedenfalls unabsichtlich, Ursache urd Wirkung nicht unterscheiden. Der Centralverein hat jenes Schreiben an die Firma gerichtet, weil sie ein von uns und allen vorurteilslos denkenden Christen zu verurteilendes Prinzip verfolgt; nicht aber stellt die Firma grundsätzlich von jeher keine Juden ein, weil der Centralverein im Jahre 1917 mit einer linden Mahnung an sie herantrat. And wie sollte ferner unser Verein dazu kommen, sich zwischen eine Kategorie von Angestellten einerseits und die Mitangestellten und die Firma andererseits zu stellen, wenn die eine Kategorie bei der Firma überhaupt keine Beschäftigung findet?! Josexhfon ohne „h". In der Drogisten-Zeitung (Leipzig Nr^ 86) schreibt Zerr Julius Iosephson in Gelsenkirchen auf dre fachliche Notiz dieses Blattes, daß der Inhaber der Firma Fritz Mmer Aachs, in Hamborn jetzt Herr Julius Iosephson setz folgendes. „Aur Vermeidung von Verwechslungen bitte ich- Sie, bekannt zu geben, daß ich seit 8 Jahren Inhaber der Germania-Drogerie Friäuich Karl Krähe in Gelsenkirchen bin, einer evangelischen: Pastorenfamilie entstamme und mit dem israelitischen Käufer dex Hamborner Drogenhandlung nicht identisch bin. Da die Vornamen gleich sind und die Familiennamen sehr ähnlich«, — in der letzten Silbe meines Namens fehlt das „h" —, könnten leicht Irrtümer entstehen/ —- Hat Herr Iosephson (ohne „h") in Gelsenkirchen etwa Angst, daß das Publikum in Hamborn in dem Wahn leben könnte, es kaufe seine Drogen bei ihm, oder wollte er dem jüdischen Publikum einen Wink geben, nur bei Iosephsohn mit „Ü/ 3# kaufen? - Alldeutsch und woLanskult. In einer soeben erschienenen Flugschrift „Hammer oder Kreuz" (Jena, Eugen Diederichs) setzt sich?der Charlottenburger Pfarrer Liz. Dr. Karl Auer mit den heidnisch-germanischen Liebhabereien der Alldeutschen und der Deutsch-Völkischen auseinander. Er schreibt: „Freilich wird dieser Wotanskult von der offiziellen Ver» tretung des Alldeutschen Verbandes abgelehnt. Ebenso mißbilligt man die vorgeschlagene Namensänderung des Erlösers (Balder statt Christus) und schränkt die Verwerfung der Bibel dahin ein, die „widrigen I ud en g esHichL eu/ und „unarischen Lehren^ auszumerzen. Gewiß-gibt es auch unter den Mitgliedern des Verbandes wie unter ihren Nichtorganisierten Gesinnungsgenossen viele, die jene Wotansanbeter als enfants terribles empfinden. Man fühlt, wie ihre Absonderlichkeit die gemeinsame Sache in Verruf bringt, und beliebt daher, gelegentlich zu Propagandazwecken christliche Töne anzuschlagen. Diese werden dann vor den Eingeweihten entschuldigt. Liz. Auer kommt dann noch zu dem Schluß: „Aeberhaupt will uns scheinen, daß die Ablehnung der Religion Jesu vom alldeutschen Standpunkt aus die rechte Konsequenz setz weil in der Tat eine unüberbrückbare Kluft zwischen alldeutscher und christlichdeutscher Denkart gähnt." — Das Christentum ist den Alldeutschen gar zu sehr Frucht vom jüdischen Stamme. Mnum haben sich vier Männer, unter ihnen der urwermeidliche Prof. Bartels in Weimar, zusammengetan — die Verglich« Märkische Zeitung (Tr. 599 vom 25. November 1917) nennt sie