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Im deutschen Reich · 1918-01-01 · Heft 1 (Januar 1918) · p. 33

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
24 (1918)
Issue
Heft 1 (Januar 1918)
Article
Ueber "Maximilian Horwitz als Jude" [Nachricht]
Date
1918-01-01
Page
33 (sequence 1)
Language
German
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Veranstaltungen,- 33 Vsraustaltungen» Aeöer „.$tla$imiXian Aorrvrtz als Jude" sprach in der- To Hube etzalle der Berliner- Logen A. O.B. B. Rechtsanwalt Dr. l^urt Alexander-Berlin., Der Saal war überfüllt. Auch^ die Witwe und andere Angehörige des Entschlafenen waren anwesend. Das bekränzte Bild unseres früheren Führers stand vor der Rednertribüne. Es war ein guter Gedanke des Vorstandes) gerade in der Tohnbee-Hawe, in der die Lebensbilder der großen Männer der Vergangenheit dem Verständnis der Massen nahegeöracht werden, in so ehrender Weise auch eines Mannes zu gedenken, der in der Gegenwart für das Recht und hie Ehre des Judentums in mannhafter Weise eintrat. Sine Lhanukafeier wurde im besetzten Gebiete des Ostens von Feldgrauen, die größtenteils Mitglieder des Eentralvereins sind, veranstaltet. Es fand zunächst Gottesdienst in der Synagoge des betreffenden Ortes statt, das Chanukalicht wurde angezündet, und Feldrabbiner Dr. Hanover hielt eine Predigt. Zu diesem Gottesdienst waren auch die russischen Gefangenen jüdischen Glaubens kommandiert, Am 7 Ahr abends fand ein Festessen statt. Die Pausen wurden durch Vorträge, gemeinschaftliche Gesänge und Reden ausgefüllt. Die Militärverwaltung hatte den Zapfenstreich' für die jüdischen Soldaten auf 12 Ahr festgesetzt. Der Lentralverein hatte für diese Feier, die nach dem uns vorliegenden Bericht einen sehr erhebenden Verlauf genommen hat, Broschüren und Bücher gestiftet, die mit großem Dank entgegengenommen wurden,- Das 5 0-Iahr-Iubiläum der Emanzipation der ungarischen Juden wurde am 29. Dezember 1917 iu den Budapester israelitischen Tempeln mit Gottesdiensten gefeiert. Fm Laufe der folgenden Woche wurden in allen jüdischen Schulen des Landes Jubiläumsfeiern abaehalten. — Die Jsraelitisch-Angarische Literatnrgefellfchaft hat anläßlich der Emanzipation der Juden Angarus eine F e st s i tz u n g aögeh alten. Präsident Josef V ä - noczi betonte die Bedeutung der Emanzipation, die sich an die Namen der größten Angarn, Franz Deäk, Baron Josef Eötvös und Franz Josef I. knüpft. Baron Mezei frischte interessante Episoden aus jener Zeit auf. Den Schluß bildete ein Vortrag Ludwig Venetianers über die „Geschichte der jüdischen Emauzipationch Die Lehranstalt für die TvifsenschafL öes Judentums veranstaltet, wie seit Jahrzehnten, auch in diesem Fahre eine Reihe von Vorlesungen. Der Ertrag ist für den SLipendienfondsL der Anstalt bestimmt. Auch in diesem' Fahre weist die Liste der Vortragenden hervorragende Namen auf. Am 7. Januar sprach Geh, Negierungsrat Prof. Dr. Hermann Cohen über das soziale Ideal bei Platon und den Propheten. Am 4. Februar spricht Geh. Regierungsrat Prof. Dr. L u d w i g Geiger über „Leopold Zunz", am 11. Februar Rabbiner vr. Louis Vlumenthal „zu Davids Cassels 160. Geburtstags am 18. Februar Dozent Dr.: Fsmar Elb o gen über „Neuorientierung unserer Wissenschastch am 25. Februar Schriftsteller Julius Bab über deu „Aufschwung des biblischen Motivs im jungdeutschen Drama", am 4. März Professor Dr. Julius Hirsch-Köln über „Wirtschaftliche Zukunsts-- fragen der Ostjuden." — Die Vorlesungen finden in der Aula der Lehranstalt Artilleriestr. 14. M o n tags abends 8 Ahr statt. Eintrittskarten zu 5 Mark für den ganzen Eyclus, zu 1 Mark für eine Vorlesung, sind zu -haben beim Hofjujwelier Herrn Eugen Marcus, Anter den Linden 31, beim .Sekretariat der Lehranstalt und am Eingang in den Saal.'

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