Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1918)
- Article
- Die Ortsgruppe Berlin-Schöneberg [Nachricht]
- Date
- 1918-01-01
- Page
- 32 (sequence 1)
- Language
- German
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Im Deutschen NoieT). Die Ortsgruppe Verlin-Schöueberg hielt am 11.- Dezember 1917 eine Versammlung ab, 311 der Herr JusLizraL Loevinfon als Vertreter des Hauptvorstaudes erschienen war. Aach einigen BegrüßungswiorLen des Vorsitzenden hielt Nechtsanwalt Erich Bo eh m einen fesselnden Vortrag über das Thema „Der deutsche Jude im Weltkriege", hsr reichen Beifall fand. An den Vortrag schloß sich eine Aussprache. Die Veranstaltung hatte einen erfreulichen Erfolg; eine Anzahl der Vereinsmitglieder erhöhte namhaft ihre Beiträge, und echre größere Anzahl treuer Mit-- glieder wurde dem Centralverein gewonnen. In RatLsrvitz hat am 6. Dezember die Ortsgruppe des (inu tralvereins ihre erste Wintermitgliederverfaurmlung unter dem Vorsitz des Herrn Prof. IX G 0 l d s Hm i'd L abgehalteu. Aabbiuer vr. Dienemann aus Natiöor, der Sekretär des Oberfchlesifchen LandeZverbandes hielt einen mit großem Beifall auf genommenen Vortrag über die ,,Gegenwartsanfgaben der deutschen Juden". Er forderte namentlich zur Stärkung des jüdischen SelbftbewußLseins auf, wozu eine gründlichere Kenntnis des Judentums notwendig sei.- ApotheZsr A. Lvslfsi das Mitglied des Vorstandes unserer Ortsgruppe Hamburg, ist kürzlich gestorben. Der Heimgegangene wirkte mit ganzem Herzen an den Bestrebungen mit." die der Centralvereirr vertritt. Wir betrauern den Heimgang eines aufrechten Mitstreiters, dessen Andenken wir in Ehren halten werden.- Die Ortsgruppe Vaigerlich des Zen-Lralvereins hielt Mitte Dezember ihre erste öffentliche Winterversammlung ab, die so gut besucht war, daß der geräumige Saal die Erschienenen kaum fassen konnte. Der Vorsitzende der Ortsgruppe, Lehrer und Nabbinatsverweser Wallach sprach über dach Thema „Die Fudenfrage in Deutschland und der Centralvereiu." Fn seinen Ausführungerl,' bezeichnete er: als größte Gefahr weniger die antisemitische Presse, die wenigstens mit offenem Mfier ihre Aeverrreiöungen und Anwahrheiten verlrere, als diejenigen Blätter, die offiziell den Antisemitismus ablehnen, ihn jedoch durch Wieder- Moe lolcher falschen tendenziösen Nachrichten unterstützen. Erst' wenn der Grundsatz, daß'jeder ohne AuLerfHied der Konfession mir nach idem Wert .seiner Leistungen beurteilt ^werden müsse, durchgedrungen sei, sei die jüdische Frage in Deutschland gelöst. Diese Lösung" herbeizuführen, sei das Hauptbestreben des Centralvereins, dem jeder deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens beitreten sollte. Der Vortrag fand reichen Beifall. Spendenliste. Postscheck-Konto Nr. der Dresdner Bank: 250 45. Eigenes Postscheck- ' Konto Nr. 304 72. Eingegangene Spenden int Dezember 1917: Paronin von Cohn-Oppenheim, Stiftung Xr Israeli.ischen Kultusgemeinde zu Dessau . . . . . -.. . .Mk. 15CÖ,— Frl. (üretei Hermanns, Neuwerk (Nhld.) . > - „ 2. Gg. Hesse, Dessau. . - . - . - . - v.v.vc.;:.,. „ 3 — Frau Heinrich Bauer, Frankfurt a. s-en . ... „ 50,— Daniel Oppenheim, Nahden i. Wests. » 5 Alfred May, Frankfurt a. M. . . ...- -i-j ,, 20 — Ella Kaufmann, Bochum . -;* „ 10,— Freundlich, Lauenburg . - . . 7... ^.-5.^.. „ 5 — Oberapoth. Förder, Marienburg W.-Pr,. ...... . „ 10,— Nathan Guttrnann, Neudorf....... . >... ...?.j „ 10,— %