Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1917)
- Article
- Mitteilungen der Hauptstelle für Berufsberatung der Juden
- Date
- 1917-12-01
- Page
- 517 (sequence 2)
- Language
- German
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Milleiluugcn der .^nn;?tftcrfc für $ ernten’ahnt ft der ^ubcn. 517 S2I: v fb I<t 11 über b e n Beruf des M aschiuen - u u d' E { c f t r o t c d) n i t c r Als Iugendmerkblatt 7 ist erschienen: „Der Maschinen- und Elektrotechniler im freien Berus". Das Blatt behandelt eingehend die Ausbildung und die Aussichten sowohl für Schüler mit Voltsschulbildung, als auch für Inhaber des Eiujährigeufreiwilligeu Zeugnisses, und endlich anch für solche des Reifezeugnisses. Das Merkblatt r<tmt jederzeit durch die örtlichen Beratungsstellen und, soweit eine solche nicht erreichbar ist, durch die Hauptstelte bezogen werden.^ Diese Stellen erteilen auch gern jede weitere einschlägige Auskunft, Mitwirkung der jüdischen. Lehrer bei der Berufsberatuug. In einer gut besuchten Versammlung der Wissenschaftlichen Vereinigung jüdischer Lehrer und Lehrerinnen zu Berlin hielcham 20. November Iran Iustizrat Meyer-Ctargard einen mit groizern Beifall aufgerrommeuen Vortrag über die Berufsberatung und die besonders zu ihrer Durchführung in Berlin unternommenen Schritte.- Die Vortragende schilderte insbesondere die Aufgaben und Ziele der beiden Beratungsstellen^ die bekanntlich für wwbliche Personen unter Leitung des jüdischen Frauenbundes Rosenstr. 2/4, für männliche in den Räumen des Arbeitsnachweises der Berliner Logen, Monbiiouplatz 10, eingerichtet sind. Rach eingehender Besprechung des Vortrages, an der sich zahlreiche Vereinsrnitglicder und (väste beteiligten, wurde Line Kommission aus Lehrerinnen und Lehrern eingesetzt, die die Mitarbeit der Berliner Lehrerschaft an der Berufsberatung und ihr Zusammenwirken mit den Beratungsstellen weiter fördern soll. Ihr gehören vorläufig an: Die Daincn. Mormann, Sommerfeld, Jacob so hu, die Herren Falkenbcrg, Simson, Hirschfeld, Auerbach, Rrederlassungs Möglichkeiten für AkadeMiker. Interessenten, insbesondere aus dem Felde zurückrehrende Akademiker. seien auf die von der Hauptstelle für Berufsberatung herausgegebene Vakauzeuliste hiugewicscu, die zahlreiche Riederlassungs- 'Möglichkeiten, insbesondere für Aerzte, Rechtsanwälte, Zahnärzte, Dierärzte in ffeliieren Ovten hiejet. Das -Angebot von Riederlassungsmöglichkeiteu übersteigt zurzeit, wie airs den Kriegsverhältnissen erklärlich ist, die Zahl der Bewerber bei weitem. Immerhin dürfte es aber, wenn» wie es in letzter Zeit geschehen ist» selbst für eene ärztliche Praris mit einem Einkommen von 20 000 bis 30 000 Ml. geeignete Bewerber gar nicht oder nur mit Schwierigkeiten beschafft werden können, doch daran Liegen, datz die Einrichtungen der Hauptstelle für Berufsberatung bei den Interessenten immer noch nicht genügend bekannt sind. Die Hauptstelte Littet daher wiederholt, Interessenten an sie zu verweisen, rihr über auch weiterhin Riederlassungsmöglichkeiten bekanntzugeben« Jede Auskunft erfolgt gern und völlig kostenlos durch die Hauptstelle und ihre einzelnen Beratungsstellen.^ Stellen für landwirtschaftliche Eljevem Infolge vielfacher Anfragen wäre es der Hauptstelte erwünscht, Ädressen jüdischer Eulsbesitzer zu erhalten, die landwirtschaftliche Eleven bei sich aufnehmen. Erwünscht ist Angabe des Pensionspreises, sowie Mitteilung darüber, ob rituelle Verpflegung gewährt werden kann oder nicht. *