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Im deutschen Reich · 1917-11-01 · Heft 11 (November 1917) · p. 470

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 11 (November 1917)
Article
Jüdische Mädchen und Frauen in Berlin
Date
1917-11-01
Page
470 (sequence 2)
Language
German
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470 Im Deutschen Rcich.- ftc den Schwur. Ich habe bei verschiedenen auserlesene Biblio^ theken. und nicht lloh Romane, sondern philosophische und Moralische Werte angetroffcn. Air körperlichen Reizen fehlt es ihnen. cukI> nicht, mtb es gibt Schönheiten^ unter ihuein die fic burd) i0ittfamfc.it noch nrchr zu. erheben wissend So schreibt in seinem Buche: Charakteristik von Berlin. Stim'ine eines Kosmopoliten in der Wüsten (Th. 1.) Philadelphia (d. i. Leipzig: 'Kummer) 1784 Julius Friedrich Knüppeln über die Berliner Jüdinnen, Bei der Ernennung jüdischer Offiziere fällt auch ein starker ,Wermutstropfen in den Freudenbecher. Auch die jüngsten, selbst solche, die als Studenten freiwillig zu den Fahnen eilten, auch Angehörige untadeliger Familien. von großem Wohlstand» werden fast regelmäßig zu Offizieren der Landwehr befördert. Wir sind weit davon entfernt, un sererscits die Offiziere der ^Landwehr irgendwie geringer einznschätzeu. Aber die Methode ist doch ansfällig, nnd, jungen Offizieren gegenüber geübt nicht ohne erkennbare Absicht. Der Landwehr-Offizier gehört nicht zum Offizierkorps des Regiments, er tragt nicht die Regiments-Aniform nnd ist nicht berechtigt» ohne weiteres an allen gesellschv.ftlichen Veranstaltungen des Regiments 1eilz unehmen., Sr macht, nicht wie der Reserve-Offizier stets bei seinem Regiment» sondern bei einem jeweils zu bestimmenden Regiment des ''Armeekorps die Acbnngen mit. Es ist auch damit i\t rechnen, daß versucht werden dürfte, die wenigen jüdischen Reserve-Offiziere jmv Landwehr abzuschieben. Zieht man in Erwägung, wie jüdische Soldaten, angesichts der ihnen entgegenstehenden Vorurteile, das Vielfache an Tüchtigkeit nnd Aufopferung urrter schwierigeren Ver» C/ältniveu leisten niünen .um tu Oriuicreu befördert ^it werden, dann wird die Genugtuung über die jhu.cn zuteil werdende Go rechtigkeit leicht eine geteilte sein. Die Notrvcndiakcrt eines ksrrfessionellen Erlebens bebändelL Professor vr. Rode Marburg in einer Reihe sehr bemerkenswerter Artikel, die er jüngst im „Fränkischen Kurier" veröffentlicht hat. Soweit es sich hierbei nur um eine Auseinandersehnrig zwischert Protestanten und Katholiken handelt — anläßlich der Rcformationsjnbelfeier unternommen, berichrt sie unser Interesse nicht unmittelbar. so sympatisch uns auch da die Mahnung zum Frieden nnd zur Verträglichkeit anmntct. Wenn der Verfasser, nach gründlicher Erörtemrng der Berührungspunkte zwischen den beiden. Kollsessionen, den Wunsch ausspricht, das diesjährige Resormatiousfest möchte in Wahrheit ein Verföhnnngsfest für sie werden, so darf er hierbei der guten. Wünsche Ktud) von. unbeteiligter tocitc versichert seich Wenn er aber hervorhebt, wie im gemeinsamen Ringen gegen den g cur einsamen Feilid das Gefühl der Zusannnengehömgleit bei den' Deiltschen verschiedener GlauLensrichtnirg gewachsen ist, wenn er ferner Ikrüftig bctorrt, idaß Nur nus den Luxus konfessioneller Zwietracht nicht gönnen dürfen, wenn wir von den Wunden genesen wollen, die der Krieg uns geschlagen — bcu gleichen Gedanken sprach cutd> Gebe im rat Engen Fuchs in der Ia^^^w^rsannnlnng unseres! C. V. d. St x. Gl. ans —. Ja hat er gewiß, auch die Beziehungen zwischen Christentum und Judentum einbegreifen wollen^ In einem wurr-erlrchen wortgerncnge befaßt sich ein A. G'. v. CH. in den >,Dentschvölkischen Blättern" auch mit den Juden in Mnßlaich. >,Urn die Derelendnng De^itschlandS handelt Vs sich beim Stockholmer Friedens-Schacher" — das ist der umständliche Titel des Artikels, der anscheinend dartnn will, der hScheidemann-Frieden", der Frieden -„ohne Annexionen und KAegsentschädigung", bezwecke, Deutschland der Verelendung preiszu geben, „aus der Arbeitslosigkeit und

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