Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 11 (November 1917)
- Article
- Deutschbewußtsein
- Date
- 1917-11-01
- Page
- 463 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2316602-2316864-2316874--27868-2353139- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Vermischtes. 463 Am feinem „DenLschbewusiLscin" auchint kennten AuS-- fcruef 31t geben, hat ein ijcxv Leutnant R t cherd Fran z Salömou, wie er feinen Frerutden durch Anzeige in der Glogauer „Reuen Aiederschl.es. Icitg/ miftcii't, seinen Ramen mit Erlaub-» uis der Regierung in Richard Franz Heiling geändert.- Mit uns werden viele der Meiuunc; sein, daß man auch mit dem Flamen Salomon in der Lage i\t, [einem „Deutschbeinu^tfeina Ausdrucks zu geben.- Der Verein für jüdische beschichte und Literatur blickt in diesen Dagen aus ein vollendetes Vierteljahrhundert regsamer und Jruchtbarer Tätigkeit zuriick. Das ganze Reich umspanneud, hat >er Verein in allen großen nnd in vielen geistig regsamen und strebsamen jüdischen Gemeinden kleinerer Stckote das Interesse für jüdisches Wissen, jüdisches Gchristlnrn und jüdische' Vergangenheit geweckt und genährt. In allwinterlich, überall wo Zweigvereine bestehen, veranstalteten. Vorträgen haben Gelehrte von Ruf die Kenntnis unserer reichbewegten Geschichte, das Verständnis und die Liebe für unsere Dichtung verbreitet und damit den sittlichen Aufstieg, den inneren Z'asammenhang im Judentum, das stille .charaktervolle Wertbewußsiein gefördert. Ganz im Sinne von vr. Gustav Karpeles, der in der Ausbreitung und Hebung des «Vereins eine liebevoll und opferfreudig geförderte Lebensaufgabe!' sah, ganz im Geiste seines Rachsolgers Prof. Dr. Martin! Philippson, der ein reiches Wissen und eine abgeklärte, tiefe Einsicht unermüdlich in den Dienst des Vereins stellte, wirkt der Verein auch jetzt, unter dem Vorsitzenden vr. Elbogcn, erfolgreich für die Verbreitung jüdischen Wissens, sittlichen Verantwortungs-, gefühls -und Rechtsdewußiseins, Dre Lage der Evakuierten in Palästina hat 'sich in letztes Zeit erheblich verschlimmert. In Liberias befanden sich 287 Eva» inirtcnsamilien mit 1000 Seelen, von denen 180 sefardische Familien uut 613 Personen nnd 72 astenasische Familien mit 24d Seelen unterstützungsbedürftig waren. Es loaren also nur 35 Familien imstande, sich selbst Anterha.lt zu verschaffen. Im Kranken-* Haus in Liberias wurden vom 18. ^lpril bis zum 1. Juli 40 Kranke an 380 Krankheitstagen behandelt, von denen 5 starbenwährend 33 wieder hergestellt wurden. Die hauptsächlichsten Svranf« heiten waren Flecktyphus und Rück falls ieöer. In der kurzen Zeit vom 21. Juni bis zum 1. Juli wurden in Liberias ambulatorisch' 277, im Hanse weitere 50 Kranke behandelt, von denen ein großer Teil (107 Personen) an Malaria litt, daneben kamen besonders zahlreiche Erkrankungen an Bauchtvphus, Flecktyphus und Rück» sallfiebcr vor. Anfang August brach die Cholera aus und fmodcrts in wenigen Lagen 29 Erkrankungen, die eine kostspielige Behandlung, ausgedehnte Qmrrantäne und die Aeberführung -iele^ Kvakuirten nach Haifa erforderlich machten.^ Die Juden im russischen Vorparlament. Das Jüdische Presse« burean in Stockholm meldet: Dem Vorparlament gehören als Vertreter der Iudenheit die Herren: Meinikosf, Bruzkus» Goldstern (Zionisten), Slwsbcrg (Kadett) und einige Vertreter der jüdi». scheu sozialistischen Parteien an. „Die russischen Revolutionäre sind fast sämtlich Jude n“ so ist in den „Deutschvollischen Blattern^ vom „19. Oktober (Gilbhart)^ zu lesen. And weiter heißt es da, daß seitdem in der „Republik^ Rußland „die große inuerpolitische Frage, um die sich bisher in Rußland alles drehte, die Juden frage, „gelöst" worden ist, Rußland den Liberalen das LAusterbLndl-e" sei. Endlich lesen wir