Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 11 (November 1917)
- Article
- Die liberale Presse Wiens
- Date
- 1917-11-01
- Page
- 462 (sequence 2)
- Language
- German
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In: ^vcia;.* 462 c\cbmftU , .Fr mb rot für öic binnen TCtcn3ff, imr> famllic^c Spenden: für alle fciqc ^Uitanc'.i formten nahezn aSfchlichstich bau jüdischen Wohltätern. £*> ist übrigens eilt ofscues Geheimnis b-afj. die wüsten SSci>crcicii gegen die „Wien'7 Fudenprcsse" nichts sind als Aus« i,ruch deS Neides einer geistigen Armut und Hilflosigkeit/ Die Judenverfolgungen irr Numänira dauern fort trotz aller Bitte!: und Poesie. Der König von 'elum/iuen hat vor kurzes eine au6 den Vertreter!: der jüdischen Gemeinden Rumäniens zusammengesetzte Deputation empfangen, die nur eine Revision der Ficheugesetzgebung bat. Der Köustg erlLirttn die gesäurte Kraft der Nation müsse jetzt <mf eine siegreiche Beendigung des Feldzuges nnd ans die Eroberung Siebaichürgens (!) konzentriert Verden. Nach einen: siegreichen Feldzüge werde es dann an der Zeit sein, der Frage einer ^lporu: der Juden-» gcsetzgcoung näherzutrclen. Sin Koinüee in 5liew hat den russische jüdischen Schriststeller S. Anski nach Rumänien zur Organisierung einer Hilfsleistung für die verfolgten Inden entsandt« In dicseur Zusammenhang erinnern wir daranWaß die Anweisungen für den Vertreter deS.russischen Arbeiter- und ^.oldatenrats S lobelew für die Konferenz der Alliierten in Paris unter Punkt 7 folgendes enthalten: -.Rumänien wird in denselben Grenzen wieoerhergestellt und gibt das Versprechen» der DobrntschaAutonomie zu gelvlihren prch verspricht feierlich, Artikel 3 des Berliner VerLr-ages über die Gleiche heit der Rechte der Juden in Wirksamkeit zu setzen/ Einweihung eine* jübiscl^eir Jugcnöbcinr^ in Düsseldorf. Eiche Oktober übergab der jüdische Ingendoerein in. Düsseldorf mit eine nt einfachen schlichten ^Lkt sei!: eigenes heim seiner Bestimmung. Im Mittelpunkt der Vemnstaltungf zu der alle jüdischen Vereinigungen Düsseldorfs Vertreter entsandt hakten, stand. die Weiherede des Rabbiners Or. Schn st an, der vor allen: die Notwendigkeit der Erziehung zu bewussten jüdischen Deutsche!: betonte. Für dis Syuagogengcmeiuoe sprach Geh. SaniLatsrat Dr. Meyer, für dis Grohloge Rabbiner Ür. Efchelbacher. Die Grüße des Central- Vereins der deutschen Staatsbürger jüdr s ch e n Glaubens übermittelte das handelslamm ernrrtglicd O. Veancss, die des Verbandes der jüdischen Fugend-vereine Deutschlands Landesrabbiuer 1)r. Rieger in Vraunschlveig. An: Nachmittag fand dis Vezirkstagung des westdeutschen Vezirksverbandcs der jüdischen Ing endvereine statt, die sich in der Hauptsache nrit der Vereinsarbeit im Kriege befaßte. Der jüngste deutsche Rriegpfreiwilliae, Martin. Stein« Hardt, Sohn des Vuchdruckereibesitzers Steinhardt in Mann« heim: ein kriegsbegeisterter Jude, ist am 18. Oktober gefallen Noch nicht fünfzehn Fahre alt, meldete er sich bei Kriegsausbruch zu den Fahrten, und da er körperlich gut entwickelt war, wurde er auch eingestellt. Er ist bald der jüngste Träger 'des Eisernen Kreuzes in 'der Armee geworden, die Vorgesetzte:: waren voller. Anerkennung für seine Tapferkeit.- Nun hat er den heldsntod fürs Vaterland gefunden^ (Gleich jung Ist übrigens ein zweiter Filde» Eugen Sch eher in Königsberg i. Pr., vierzehn Fahre wird elf Monate alt, in den Krieg hinausgezogen. Mehrfach verwundet, ging er nach der heilrlug innner wieder ins Feld hinaus» bis ihn am 1. August 1015 eine K!:gel zum Invaliden machte, anch er erwarb das Eiserne Kreuz. Fetzt besucht Scheyer <— übrigens der Sohn eines treuen Mitglieds unseres Eentralvereins — die Schule weiter. Ein Kriegsinvalide ans der Schulbank! Alls das sehr reiche Kapitel der jugendlichen jüdischen Kriegsfreiwilligen kommen' wir noch gelegentlich zurück.)