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Im deutschen Reich · 1917-11-01 · Heft 11 (November 1917) · p. 461

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 11 (November 1917)
Article
Das Friedensmanifest
Date
1917-11-01
Page
461 (sequence 1)
Language
German
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Vermischtes. 461 VrrmischLeZ» Das Frie-ensinanisest, das dre Delegationen der skandinavischen Länder und Hollands im Aufträge des Organisationskomitees der Stockholmer Sozialistischen Konferenz an tue der Internationale angeschlosseneu Parteien erlassen haben, stellt die folgenden Forderungen zur Iudenfrage auf: „Internationale Lösung der Judenfrage: Persona laute no ini e in den Gebieten Auslands, Oesterreichs^ Rumäniens, Polens, wo die Juden in geschlossenen Massen wohnen; Schuh der jüdischen Kolonisation in Palästina/ Ferner ward ber der Forderung auf Errichtung eines freien und unabder wirtschaftlichen Entwicklung und Autonomien der jüdischen und -anderen Minoritäten" betont. Die liberale Presse Wiens ist den Alldeutschen von je ein Dorn im scheelblickeudcn ^!lnge, und neuerdings war sie, war ihr Friedensprogramm anss neue Alllast listiger, init Verdächtigungen verbundener dlngrifse. Darüber schreibt rms nun einer der perdienstvo!lsten und hervormgendsic'.l jüdistben Publizisten Wiens n.a.: „Was die alldeutschen Blätter „Kriegsziele der roten Internationale^ nennen, sind in Wahrheit nur die Kriegsziele der österreichischen und ungarischen Regierungen, welche der Minister des Rcilstern Graf <5 gern, in in wiederholten a mlf id>cu Enuun Kationen verlnnoet I>at und auch Von Inhalt der Thronrede bilden, mit welcher Kaiser Earl den öslerreichtschen Reiäx'rat und das ungarische Abgeordnetenhaus eröffnet hat. Zu. dein. Kriegsziel eines Berständignngbfriedel'.s ohne Anuerionen haben wir ebenso wie der derzeitige österreichische Ministerpräsident Vr. von Seidl er ^der der christlich-sozialen Partei nahestcht. alle ungarischen Regierungen,' die gewesenen ungarischen Minfflerpräsidenten Graf Tisza und Graf Esterhazy, der gegenwärtige ungarische Ministerpräsident I)r. v. Wekerle mit allem ^arch druck und aller Feierlichkeit unter einmütiger Zustimmung der Volk-Vertretung bekannt und die „Wiener Presse" erfüllt eine patriotische Pflicht, wenn sie die Politik der Regierung nach Kräften unterstützt. Bekanntlich hat der Minister des Auswärtigen Graf Ezernin die sozialdemokratischen Delegierten für Stockholm vor ihrer Abreise in Audienz empfangen . . . Erinnerlich ist, das; sowohl der verewigte Kaiser Franz Josef I. als der jetzt regierende Kaiser Carl I. wiederholt die patriotische Haltung der „Wiener Presse" lobend anerkannt haben, und wenn von „Wiener Presse" die Rede ist, so zählen Blätter von der geistigen ''Armseligkeit der „Ostdeutschen Rundschau" und des „Deutschen Volksblatl" nicht mit, so das; deu.tsch-nationalg Führer, wie der Bizipräsidont des Parlaments, iw. Otto Stein- Wender, ständige Mitarbeiter der sogenannten „Iudenblätter" sind. Die ^antisemitischen Blätter christlich-sozialer und Leutzschnationaler 'Färbung fümmem sich um den sogenannten „Burgfrieden" gar nicht, der aber von der liberalen Wiener Presse einaehalten 'wird, die angesichts eines übermenschlichen Ringens gegen die auswärtigen Feinde der Monarchie die Verpflichtung empfindet, jede Äensternng inneren Zwistes und inneren Zerwürfnisses zu unterdrücken. Währet die antisemitischen Blätter unablässig über „Juden" und „Iudenvresse" schimpfen und , in dieser Schimpferei ihre patriotische Betätigung erschöpft haben, hat die „Reue Freie Presse" über 15 Millionen Kronen gLsammelt für die verschiedensten Wohlfahrtsinsti.ute, 'die den von dem Kriegsleid Betroffenen gewidmet sind, hat das „Rene Wiener Tageblatt" eine Aktion eingeiertet, tun ern warmes FRiUtzück den hungernden Schulkindern während des 'Krieges gewahren zu können; hat ent junger Mischer MvokaL, Dxt Josef Klagerz eine Wtwn zustande

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