Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 11 (November 1917)
- Article
- Wahlkampf im Burgfrieden
- Date
- 1917-11-01
- Page
- 449 (sequence 2)
- Language
- German
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man Ische Freundschaft.^ 449 Sozialdemokraten einen Kandidaten ausstellten. Vielleicht auch fürchteten sie, daß die Sozialdemokraten den Burgfrieden mehr achten würden als die Konservativen — 'genug-, ein sogenanntes rechtsstehendes Wahlbüro stellte einen eigenen Kandidaten auf, obgleich die Deutschvölkischen des Kreises bereits ihren Kandidaten Zerrannt hatten! Selbstverständlich werden unter solchen Umständen die Sozialdemokraten, die schon bisher den Wahlkreis den Antisemiten beinahe abgenommen hatten, sich um den von den Konservativen zertretenen Burgfrieden nicht kümmern, und [o werden wir Zum ersten Male in diesem Kriege einen Wahlkampf erleben, veranlaßt von derjenigen Partei, die fortgesetzt über Störung des. Burgfriedens durch, andere klagt. Sch. m „Germanische Freundschaft." Fn dein Februarhcste der „Nachrichten des £j. L. f. Jugendpflege, Jahrgang 1017", finde ich einen Artikel „Germanische Freundschaft" von Schubert. Es lohnt sich, auch diesen, der deutschen Jugend gereichten Giftbecher auf feinen Inhalt und dessen Wirkung hin zu untersuchen. Der Verfasser sagt: Die alten Germanen lebten im Urwalde und hatten sich gegen Feinde .aus dem Hinter» halt und Raubtiere zu wehren. 2. Freundschaft blond! und blau, froh und wahr^ 3. Vlorrd - blaue Freundschaft j&tmt nur die Wucht' des Ger« I ch erlaube mir, da zu zu b e m e r r i* n: 1. Die Vchanptung als solche stimmt — aber baanivt'iu) lebten nicht nur die alten Germanen unter s o l ch e n Verhältnissen,- wie der Verfasser die' Iugerrd glauben machen will, sondern fast alle alten Völker^ Jeder Quartaner weiß das< 2. Nicht nur Germranen sind blond und blauäugig, und nicht alle Gerrnanen sind es.- Ich z. bin beides und meines Wissens aus - echt jüdischem Stamm^ Wenigstens bestreite ich» daß mir anderes' Blut in den Ädern fließt, und zwar mindestens mit dem gleichen Rechte, mit dem Leute wie' Schubert behaupten, daß sie von dm alten Tennancn- R ecken abstamm cn. Ferner sind ja auch nicht gerade die blonden und blauäugigen Gernränen und Menschen froh und wahr, auch nicht alle sind es. Wer bas dem Verfasser glaubt, der wird im Leben böse Erfahrungen machen! I 3. Von diesen geschwollenen Redewendungen dürste unsere