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Im deutschen Reich · 1917-11-01 · Heft 11 (November 1917) · p. 434

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 11 (November 1917)
Article
Inhalt
Date
1917-11-01
Page
434 (sequence 1)
Language
German
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434 Im Deutschen AciH, Inhalt: Maximilian Hör Witz. Von Ludwig' Hollüudcr. — U in s ch a n. Von I. L. v— W a h 11 a m PfimBurg * fr, reden. Von Sch. — Ger m anis ch e Freundschaft. Äon L. — Theodo r M o rn rn s e n. Von Michael FracEl, Breslau. — Briefe aus dem Felde. — Adressen der jüdischen Feldgeistlichen. — VereinSnachrichten. Vermischtes. — Bücherschau. Briefkasten. .— Inserate. Maximilian gorwitz. Weit über den Kreis der deutschen Juden hinaus ist bekannt, was Maximilian H.orwitz für das deutsche Judentum gewesen ist. Will man es miteinem kurzen Worte bezeichnen, so kam: man sagen, er war der berufene Fortführer des Werkes Gabriel Ri essers. ,Mit ihm hatte er den tiefen, Sinn für Gerechtigkeit, die Treue zum Judentum, die Gabe überzeugender Rede, den außerordentlichen Nachdruck in der Durchführung seiner Gedanken und die Lauterkeit des Charakters gemein. Und doch sind Unterschiede vorhanden. Niesser war Theoretiker, H.orwitz mehr Praktiker. Riesser glaubte, daß die Befreiung der Judenheit von mittelalterlichen Schranken von seiten der deutschen Obrigkeit und der Bevölkerung mit größerer Liebe gewährt werden würde, als es in Wirklichkeit der Fall war, und legte deshalb auf theoretische Rechtfertigung unserer Forderungen ein 'größeres Gewicht, als es selbst bei Berücksichtigung des Zeit* Unterschiedes den: Charakter von Horwih entsprach. Der Gedanke; der Notwendigkeit der Begründung von Vereinen zur Hebung der Rechtsstellung des Judentums war bereits Niesser geläufig und wurde von ihm schon in seinen ersten Schriften angeregt. Solche Vereine sind erst lange nach Riessers Tode gebildet worden; zuerst der Verein zur Abwehr des Antisemitentuurs^ dann der „Centralverein Deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens". Zwei Jahre nach dessen Begründung, im Jahre 1895, übernahm Maximilian Horwrtz den Vorsitz des Centralvereins, Er erkannte klar, daß das Ziel des Vereins, die Erwirkung vollkommener Gleichberechtigung des deutschen Judentums und die Hebung jüdischen Selbstbewußtseins im bestell Sinne deF Wortes, nicht allein, ja nicht einmal zum größten Teil in der Betätigung reiner LIbwehrbestrebungen zu finden ist. Gewiß ist die Abwehr antisemitischer Angriffe in höchstem Maße er-? forderlich,- aber sie allein würde nicht genügen, um die Hebung einer Volksschicht, die so vielfach angefemdet ist, zu erwirken. Nicht nur auf die Regierung, auf die G e s a m t b e v ü I k e r u n g müsse eingewirkt werden. Als Horwitz anläßlich dcV zehnjährigen Bestehens des Centralvereins über dessen Zweck sprach, hat er Men AuMhxuyLM die Worte MrMgeMck.t: Wüllen

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