Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1917)
- Article
- Herr Rf. Detmold
- Date
- 1917-07-01
- Page
- 332 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2316602-2316864-2316871--27582-2352629- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
332 -Im Deutschen NeiH» den Braten merken und nicht «auf den Leim kriechen^der ihnen (?) von Juden und Iudengenossen ungerührt wird" läßt das Gerede minder harmlos erscheinen. Herr Prof. Dr. Neumann - Hofer in Detmold legte mit Necht „gegen einen solchen Mißbrauch des geistlichen 'Amtes in aller Öffentlichkeit nachdrücklichste Verwahrung ein''. Der bewährte Herr Abgeordnete schließt: „Sollte Herr Nupertr trotzdem weiter in seiner geistlichen 'Eigenschaft derartig Parteipolitik treiben, so wird ihm dieses Handwerk in wirkungsvoller Weise gelegt werden müssen." Experto crede — Rnperti! Niedreren Einsendern. Daß, der englische Preßmagnak North» clisf e von jüdischer Abstammung sein soll, ist eine der Lugen, von denen die antisemitische Presse nun einmal nicht läßt. So oft auch dargetau und nachgewiesen worden ist, daß die Behauptung die man zunächst immerhin für Irrtum oder Verwechslung halten konnte, falsch ist, immer wieder wird in jenen Blättern an den Namen Northcliffe die Bemerkung geknüpft, er stamme aus Frankfurt am Main und habe früher auf den Namen Astern gehört. Nicht nur mit der unfchjuldigen Dummheit, auch mit der viel schlimmeren Lüge „kämpfen Götter selbst vergebens". * Nedaktionsschluß dieser Nummer 4. August 1917. Verantwortlich für die Redaktion und Verlag: I. V.: I, Landau, Verlin-Schöneöerg. Alleinige Anzeigenannahme: „Kaufmännisch-literarische Verlagsgesellschaft m. b.L., BerlmNW 23." Verantwortlich für die Anzeigen: Georg Israel, Berlin NW 2., Lessingstraße 40. Druck; Paß & Garleb G. m. b. L. Berlin W. 57. 1. Erholungsortedie antisemitischen Charakter haben. Borkum. Braunlage (O.-Harz). Die frühere antisem. Notiz in dem Prospekt erscheint jetzt in der Fassung: ,,B. wird fast ausschließlich von Kurgästen christl. Glaubens besucht". — Nur dem Hotel„BlauerEngel"u. d.„VillaGerrnania"sind jüd. Gäste willkommen. Einöd b. Friesach in Obersteiermark. Grstz-Tabarz i Thür. Heiligenhafen. Juist. Kitzbühel (Fremdenverkehrverein dersendet Neklamebücher m. Stempel: Beschluß d. Gen.-Vers. 1897: Anfragen von Juden bleib.unberücksicht. Der Besitzer d. Hotels Eckinger-Hof hat aber erklärt, Juden gern aufzunehmen). Königsfeld, Schwarzw. (Prospekt: „Der christl. Charakter d. Orts bedingt christliche Hausordnung i. d. meisten Häusern, wesh. Israel, ihn nicht aufsuchen") Lakolk. Langeoog. Oderlauchringen i. Bd. (Gasth. Z. Wutachtal, Besitzer Albiez). Schwarzbach bei Wiegandsthal. Stecklenberg, Ostharz. Besitzer Otto Große. (Sommerfrische ohne Gäste fremd.Stammes.) Unterstmatt, 'Schwarzwald. (Das Kurhaus versend. Empfehlungsschreiben mit dem Vermerk: Für jüdische Empfänger ungültig). Volderbad bei Hall. Wald in Oberpinzgau (Israelit, ausgeschloss.) Bad Valdliesborn (Westfalen).