Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1917)
- Article
- Jüdische Legionen
- Date
- 1917-07-01
- Page
- 324 (sequence 2)
- Language
- German
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324 Fm deutschen Aeichr wegung". Die rohesten Lärm-Antisemiten lassen sich gern Arm in Arm mit den Zionisten sehen. ßiix die AentralwohlfahrLsftellc der Juden Deutschlands, die jetzt geplant ist, tritt im Iulibericht der A. O. B. V. Großloge Dr. Alfred Goldschmidt mit großer Wärme ein. Gr führt u. a. aus: „Dem Frieden wird die Ausgabe Zufällen, die Verwüstungen dieses Krieges zu beseitigen oder 'wenigstens zu ^mildern. Diese Aufgabe ist riesengroß, denn sie umfaßt das 'Glend, das dieser Krieg geschaffen. So wie es leinen Krieg in der gesamten 'Weltgeschichte gibt, der sich an Amfang mit chent gegenwärtigen messen könnte, so ist auch das Leid, das. er geschaffen, unermeßlich. Will man nun gegen das Glend zweckmäßig Vorgehen, dann gilt es planmäßig vorzugehen. Das ist der einfache Gedanke, der der Zusammenfassung der jüdischen Wohlfahrtspflege zugrunde liegt. Der praktische Anstoß ist von der Gemeinde Berlin ausgegangen. Darum gebührt ihr die Führung •— bis zum Abschluß der Gründung. Aach erfolgtem Zusammenschluß geht die Leitung an die Gründungskörperschasten: Großloge, D. F. G. B„ Frauenbund über, deren Wirkungskreis sich« über ganz Deutschland erstreckt, während die Jüdische Gemeinde Berlin, so groß und bedeutend sie ist, nur einen örtlichen Charakter hat. Sie wird aber als erste der größeren Gemeinden der Zentrale beitreten und führende Persönlichkeitzen. der Jüdischen Gemeinde Berlin werden im Gesamtansschuß vertreten sein. Es muß .eine einheitliche Stelle geben, die die ungeheuren Erfahrungen aufspeichert, die auf dem Gebiete der jüdischen Wohlfahrtspflege in Deutschland gemacht werden können und müssen. Der Bat, der aus solchen Erfahrungen fließt, soll allen Teilen zugute kommen. Es muß eine einheitliche Stelle geben, die den Behörden gegenüber die Vertretung der indischen Wohlfahrtspflege Deutschlands darstellt. Das Kultusministerium hat gelegentlich in einem Schreiben an die Gemeinden dem Bedauern Ausdruck gegeben, daß die jüdischen Gemeinden nicht wie die evangelischen oder katholischen eine Zentralstelle besäßen, an die man sich.gegebenenfalls wenden könne. Das Zentralwohlfahrtsamt will und soll nur Auskunftsstelle, Materiallammelsteile, Gesamtvertretungsstelle sein. In keiner Weise soll die Selbständigkeit der einzelnen Gemeinden, Körperschaften, Stiftungen eingeschränkt werden. Aur Aeberblick über das Ganze und Bat, der dem einzelnen für das Ganze frommt, soll dieser Stelle znkomMen. Der Herbst wird den Gründungskörperschaften Gelegenheit geben, in ihren Kreisen Versammlungen zur Besprechung des Gegenstandes abzuhalten, eine gemeinsame Zusammenkunft aller beteiligten Organisationen soll den Abschluß ibg§ Werkes krönen. Jüdisches Dezernat beim Oberbefehlshaber Ost. Aehnlich wie im Generalgouvernement Warschau soll nunmehr auch im DetwalLungsbereiche des Oberbefehlshabers Ost ein besonderes Dezernat zur Bearbeitung der jüdischen A n g e l e g e n h e i t e n errichtet werden. Wie verlautet, beabsichtigt man dem jüdischen Maler und Andrerer Hermann Struck, der sich bisher tni militärischen Dienste an der Ostfront befand, die Leitung des Dezernates zu übertragen. H ermann S tr uck ist üb ri g e ns z u m L e u t na n 1 befördert. Die Juden im neuen Kolen. Die in Lodz erscheinende „Godzina Volsra" bringt in ihrer Bummer vom 20. Juli nachstehenden,' ein altes Anrecht beseitigenden Beschluß, des Staatsrates: „Auf die Vorstellungen der polnischen Israeliten, daß das noch bestehende russische Hypo thekeng esetz ihnen den Grunderwerb v erb je»