Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1917)
- Article
- Religionsunterricht in Bayern
- Date
- 1917-07-01
- Page
- 318 (sequence 2)
- Language
- German
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318 Im Deutschen Reich. die vereinzelten Schüler einer Anstalt nur privaten, wenn auch obligatorischen Unterricht aus der israelitischen Religionslehre genossen^ so werden sie Lei der Reifeprüfung aus der Religio ns l ehzr^ überhaupt nicht geprüft und erhalten aus diesem Fache im Reife- Zeugnis auch keine Rote. I. M.: Dr.: Preg er. Jüdische Offiziere. Durch die Presse des gewesenen Zarenreiches macht jetzt, so schreibt die „KreuA.-Zt'g/tz die, wie ausdrücklich betont Wird, aus sicherer Quelle stammende Nachricht die Runde, daß allein im Juni d. I. dort annähernd z w e i La u s e n d se chsh u n d e r t Juden zu Offizieren ernannt wurden. Unsere Gegner nnb wir", das war der Gegenstand eines Vortrags) den kürzlich^ iauf der Tagung des Verbandes der Wäschegeschäfte Don Rheinland-Westfalen in Köln, Hauptman von A m e l u n x e n h i e l t. Der Redner, der alle Weltteile bereist und sich in allen Fronten betätigt hat, führte u. a. aus: Der gefährlichste und zäheste Gegner sei zwar England', aber trotzdem würden sich bald nach dem Kriege «wieder gute Beziehungen mit England artknüpfen lassen. Mit besonderem Interesse wurden die Schilderungen aus der Champagneschlacht euLgegengenomMLN, wo der Redner eine Kompagnie des 'Infanterie-Regiments Nr. 65 führte, das meistens aus Kölnern bestand-, deren ganz hervorragende Tapferkeit und Opferwilligkeit!er begeistert schilderte. Namentlich waren es drei junge Kölner, namens Clemens, Käser und Levh, die sich besonders ausgezeichnet, was der Redner unter dem Beifall der Zuhörer an einzelnen Fällen illustrierte, iu* knüpfend an die H eld e n tat e n d es kleinen L ev h aus K ö X11 v erurteilte d e r V o r1 r a g e n b e ö e n Antisemitismus aufs schärfste unh betonte, daß, wir ohne das jüdische Element, das auch in der Hauptsache die erforderlichen Mittel stelle, den Krieg n ich t gewinnen w ürden. „Von Fliegern" wollte einmal ern antisemitisches Blatt in seinem Verleumdungseifer etwas hören, ehe es geneigt sein sollte, jüdische Tapferkeit im Felde anzuerkennen. Seitdem ist bereits mehrfach! vom Heldentod jüdischer Flieger berichtet worden. Heute gibt uns ein Zufall die wehmütige Einsicht in Briefe, die der Führer der Kampfstaffel 36 (Bayr. Kampfgeschwader 6) an den Vater des im Flugkampfe gefallenen jüdischen Flieg erleutnants Ernst Müller, den Bankier Herrn Siegfried Mülle r, in Hannover, richtete. In der ersten Anzeige schreibt der Staffelführer Herr -Oberleutnant Schwenden, daß Ernst Müller „als Beobachtungsoffizier bei der Staffel ganz hervorragende und vorbildliche 'Schneid zeigte" und eine „beste Stütze der Staffel" war, „stets bereit, sein Alles für das Vaterland einzu setzen". Leutnant d. R., Ernst Müller, war in einem Lustkampf bei Verdun mit seinem Flugzeug nach einem französischen Treffer abgestürzt. In einer beschwerten Blechkapsel, die sie am 26. Dezember 1916 herunterfallen ließen, teilten die Franzosen mit: „lieber das Flugzeug 0 1667—16: Am 9. November 1916 fielen Leutnant d. R. Müller Ernst und Unteroffizier Christian Bemsel, Flugzeugführer, bei Verdun. Sie wurden an Ort und stelle mit militärischen Ehren beigesetzt. Sie haben sich tapfer geschlagen. („Hs se sont battu heroiquement.“) In einem seiner späteren Briefe an den Vater schreibt der Staffelführer von Leutnant Ernst Müller u. a.: „.Könnte ich, ihm doch auch noch fernerhin ein guter Vorgesetzter und ein treuer Kamerad sein, so wie damals, als er noch« mit ungebrochenen Schwingen