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Im deutschen Reich · 1917-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1917) · p. 317

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1917)
Article
Zum Kapitel vom Lebensmittelwucher
Date
1917-07-01
Page
317 (sequence 2)
Language
German
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Vermischtes'.- 317 selbst können nicht bekommen, was wir brauchen, um so weniger können wir Kr Fremde die ErnährunL übernehmen." Zurück zum Judentum. -Lin Telegramm der „Wiener WiLkagszeitung" meldet, daß die russische Regierung festgesetzt hat, jeder Volljährige könne seine Religion beliebig ohne Zustimmung und ohne nachteilige Rechtsfolge 'wechseln. Diese Bestimmung hat zur Folge, daß 'sich Massen getaufter Juden in den Kanzleien der Petersburger und Moskauer Rabbiner drängen, die zu ihrer angestammten Religion zurückkehren wollen. Es kamen einzelne Personen und ganze Familien,. die unter der alten Ordnung der Dinge gezwungen waren, zum orthodoxen Glauben überzutreten. Unter ihnen befanden sich sehr diele Akademiker, zwei Professoren der Moskauer Auiversität und einige hohe Regierungsbeamte. Die Zahl der in den Schoß des Judentums Zurückrehrenden soll einige Tausend betragen. — €irt deutscher profeffor *— diese Bezeichnung wird aber trotzdem ein hoher Ehrentitel bleiben! — ein deutscher Professor, Geheimrat Prof. Dr. Ernst M a y e r in Würzburg, hat es fertiggebracht, in eine Vorlesung über die rechtliche Lage der Juden im Mittelalter die zwar unsinnigen aber doch verdächtigenden Worte einzuschmuggeln: „Die Juden, welche auch jetzt im Begriffe waren, u n s die K ehle zu z u s ch u ü r e tt". Ruf eine Beschwerde erwiderte der Rektor der Universität, Prof. Di*. Schmidt, „das. Rektorat habe zwar mit der Angelegenheit amtlich nichts zn tun", zur „V e r m e i d u n g eineß S ¥ a. n d a k s" habe er aber versucht, „die Sache in Ente zu ordnen". In einem Briefe an den Rektor bestreitet Herr Prof. Mayer die „beleidigende Absicht". Er habe in der Vorlesung den Standpunkt vertreten, „daß die Juden durch das ganze Mittelalter im schroffsten Gegensatz zum Germanentum gestanden hätten, was sich bis zum heutigen Tag erhalten habe. Beweis dafür sei der Abfall Italiens, das Eingreifen Amerikas gegen Deutschland, beides sei auf jüdischen Einfluß zurückzuführen. Es müsse jedoch zugegeben werden, daß die übergroße Zahl der deutschen Juden . . folgen einige wertlose Phrasen. Es hieße ihnen zn viel Ehre antun und die Leserschaft verletzen, wollte man jene Sätze einer Widerlegung würdigen. Kein noch so scharfes Wort kann den Herrn Professor treffender kennzeichnen, als er es selbst in jenen Ausführungen tut. Religionsunterricht in Vätern. Das Kgl. Vaherische Staats- Ministerium des Innern für Kirchen- und SHulangelegenheiten erließ folgende Verfügung: Ar. 14095. München, den 7. Juni 1913. Der israelitische Religionsunterricht ist für Schüler dieser Konfession an sämtlichen höheren Lehranstalten in Bayern obligatorisch!. Ein ordnungsgemäßer, vom Staat oder Kreis honorierter Religionsunterricht ist jedoch ni\x an jenen Anstalten eingerichtet, an denen sich mehrere israelitische Schüler befinden. Bei einzelnen Schülern haben die Eltern für privaten Religionsunterricht zu sorgen. Die Zensur aus dem israelitischen ReLigionsunterricht wird völlig gleich bewertet mit der Rote aus der Relgion bei den Schülern anderer Konfessionen. Bei der Reifeprüfung an den neunklassigen Anstalten wird aus der israelitischen Religionslehre nur an jenen Anstalten geprüft, an denen ein ordnungsgemäßer, vom Staat oder Kreis honorierter Religionsunterricht für die Schüler der Oberklasse (Prima) eingerichtet ist. In diesem Falle hat die Rote aus der Religion dieselbe Wirkung, wie die Roten aus den übrigen Fächern und wird auch in das Reifezeugnis aufgenomnren, Haben dagegen

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