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Im deutschen Reich · 1917-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1917) · p. 316

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1917)
Article
Der Papst und die Zionisten
Date
1917-07-01
Page
316 (sequence 1)
Language
German
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316 Im Deutschen Reich, Der Kaxst unö Hie Zionisten. Wie der Secolo aus Rom meldet, hat der 'Papst in diesen Lagen in besonderer Audienz das Mitglied des zionistischen Aktions-Komitees, So ko low, empfangen. Der Zweck der^ Unterredung war, zu erfahren, welche Haltung der Vatikan gegenüber der Möglichkeit der Errichtung einer zionistischen Organisation in Palästina 'einnehmen würde. Der Papst drückte angeblich seine Sympathie für die Bewegung aus, und nachdem Sokolow versichert hatte, daß, die Juden das Eigentum der Christen respektieren würden, soll er ausgerufen haben: „Wir werden gute Rach-barschast haltend' Antisemitische AiethoöLn. Anker den Franzosen, welche die 'Kriegspsychose um jeden Verstand gebracht hat, hat sich, wie schon erwähnt, ein Professor Berillon hervorgetan. Er hat „wissenschaftlich" nachgewiesen, daß die „Boches" überhaupt keine richtigen Menschen, sondern nur eine Art Halbmenschen seien, er hat höhnisch die Deutschen als Ausgeburt von Häßlichkeit und Plumpheit zu porträtieren gesucht, als Menschen 'mit dicken Bäuchen, platten Füßen, unförmlichen Gliedmaßen, üblem Geruch, und Gesichtszügen, die auf niedrige Charaktereigenschaften schließen lassen. „Einige alldeutsche Blätter", so bemerkt dazu der „Vorwärts", ,-haben diese Bsrillonschen Schilderungen mit großer Entrüstung wiedergegeben. Wir haben gewiß, kein Wort der Verteidigung für sie. Aber nicht alle deutschen Blätter, die sich, heute über Börillon entrüsten, haben das volle moralische Recht dazu. Sind Berillons Methoden nicht genau dieselben, 'mit denen in Deutschland bis dicht vor denk Kriege eine gewisse Art des Antisemitismus gearbeitet hat?! Wir erinnern uns beispielsweise der von dem „Hammer"-Mann Zheodor Fritsch herausgegebenen Flugblätter, aus denen bildlich idealisierten germanischen Lhpen gräßliche Zerrbilder semitischen Ansehens zum Vergleich gegenübergestellt wurden. Ist das nicht die gleiche Physische Verhetzung, wie sie Berillon treibt? Die Rassenverhetzung arbeitet also überall mit denselben Methoden." — Eine ^germanisch-rituelle" Loge. In alldeutschen Blättern findet sich die folgende Anzeige: Loge 2. h. G.T Deutschnationale Männer blondgermanischer Rasse und von aristokratischer Gesinnung, welche sich ernstlich einer straffen, germanisch-rituellen Loge einordnen wollen, mögen unter obiger Aufschrift vertrauensvoll Blutsbekenntnis und Bild dieser Zeitungsgeschästsstelle einsenden. — Fester denn je müssen sich, alle noch blutsedlen Deutschen zusammenschließen, dringender als je ergeht der Sammelrus. Reu gierige und Anedle aber mögen fernbleib en- Die Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Llunstöenkmäler, Sitz Frankfurt a. M., beschloß, ein Stockwerk des früheren Rothschildschen Geschäftshauses in Frankfurt a. M. als Museum für Ültere jüdische Kunst einzurichten. Zum Kaptiel vom Lebensinittelwuchex. In einem Stadtvertretung sbeschluß der Stadt Gmunden, (Salzkammergut), heißt es: „Die Bauernschaft hat sich einem korrupten Freihandel hingegeben. Bauern, die .zehn und zwanzig Jahre Haus lieferten, haben sich wicht darum gekümmert, ob die Bewohnerschaft Gmundens im Kriege!das Notwendigste hat oder Hunger leidet, sie haben ihre Produkte dem Meistbietenden und für ein Seidentüchel oder ein arideres Geschenk und' gute Bezahlung ihre Ware an den Fremden hergegeben. Das Hinterland hat versagt, wir

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