Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1917)
- Article
- Immerwährende Mitgliederschaft erwarben [Nachricht]
- Date
- 1917-07-01
- Page
- 314 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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314 Im Deutschen Reichs Kgl. Kommerzienrat Herrn. Schüler, Bochum i. Wl.- Mühlenbesitzer Alex Feldenthal, Bochum i. W. Die immerrVährenöe Mitgliedschaft unseres C.-V. hat Herr Fritz Hannes in Görlitz nicht für sich, sondern für seinen« seit dem 22. November 1914 vermißten B r u der Ernst Hannes erworben, was hiermit zur Berichtigung der Angabe im letzten Heft besonders hervorgehoben sei. Die Spenden von je; 50 Mark von Frau. 'Amanda und Herrn Fritz Hannes waren „im Andenken an den verstorbenen Mann und Vater", Herrn Map Hannes gestiftet, * Vermischtes. Den fünfunösiebzigsten Geburtstag des Geheimen Aegrerungsrates Krof. Dr. Hermann Lohen beging am 4. Juli die wissenschaftliche Welt Deutschlands, beging aber auch mit gleich freudiger Dankbarkeit die deutsche Iudenheit. Was Cohen in einem fruchtbaren, arbeitsreichen Gelehrtenleben, in vielen Iah zehnten gesegneten Forschens, unserer Wissenschaft an lichtvollen Erkenntnissen an reichen Werten zugeführt hat, das wird unsere Gelehrtenwelt an geeigneter Stätte würdigen, unabhängig von der äußeren Veranlassung, die eine Geburtstagsfeier bietet. Die ganze gebildete Well weiß übrigens, was uns Cohens durchleuchtende und entwickelnde Kantforschung geboten, weiß wie sein fruchtbares, dreißigjähriges Wirken als OrdHn irins der Philosophie in Marburg unseren Hochschulen eine Fülle hervorragender Lehrkräfte yerangebildet hat. An dieser Stelle aber.gedenken wir nur dankbar des von einem tiefen, warmen Empfinden beseelten und angefeuerten, von einem seltenen Schatz des Wissens und der Einsicht erleuchteten Wirkens für das Judentum, für seine sittliche Hebung, seinen geistigen Aufstieg aber auch für die Anerkennung seiner Rechte. Den innigen Zusammenhang unseres Judentums mit dem Deutschtum hat keiner por ihm so scharf erkannt, so klar und eindringlich bewiesen wie Cohen, der gerade in diesen Kriegsjahren eine leidenschaftliche Liebe zum deutschen Vaterlande betätigt hat, eben weil er als I u d e sichfühlt, und für das Recht des Judentums eintrat. gerade weil er als Jude ganz im D e u t s ch t u m lebt und aufgeht. In den letzten 'Dagen noch hat er in flammender Beredsamkeit dargetan „was die Konfessionen einigt" und diese Rede fand kräftigen Wiederhall, wie in unseren Herzen so auch im protestantischen Lager. Zur Aerchstagsreöe des Herrn Abg. Dr. Lohn. Im letzten Heft unserer Zeitschrift sind wir auf die bekannte Rede des Abgeordneten Di*. Cohn eingegangen. .Wie wir inzwischen festgestellt haben, ist Herr Dr. Cohn Jude. Deshalb ist es für uns deutsche Juden doppelt bedauerlich-, wenn Herr Dr. Cohn in der Reichstagssitznng vom 5. Mai 1917 Ausführungen gemacht hat, die dem Empfinden des überwiegenden Teiles des deutschen Volkes, insbesondere soweit er sich zum jüdischen Glauben bekennt, geradezu