Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1917)
- Article
- Aus Loebau Westpr. [Nachricht]
- Date
- 1917-07-01
- Page
- 313 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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V ereinsnachrichten. 313 Soo er Heilung suchte, der Landwirt und Gasthofbesitzer L. eoPold?S ch m u h l. Der Verstorbene war 15 Fahre lang Ge mein bevor st eh er der Dorfgemeinde Leid, Kreis Osterode Ostpr. In 'der „Osteroder Zeitung" widmet ihm die Gemeinde einen ehrenden 'Nachruf. Sie rühmt ihm nachk daß, er die Geschäfte der Dorfgemeinschaft mit Treue und GewissenhaftigfkeiL geführt und insbesondere in der harten, verordnungsreichen Kriegszeit sein verantwortungsvolles Amt zu allseitiger Zufriedenheit verwaltet hat. Sein Tod bedeutet für die Dorfgemeinschaft einen schmerzlichen Verlust. Fm Herzen der Dorfbewohner werde sein Andenken in Ehren gehalten und treu bewahrt werden." Auch die Gutsbesitzer der Amgegend sowie der Orts Pfarrer betrauern in einem Aachruf in dem Verstorbenen „den Verlust eines aufrichtigen, stets hilfsbereites, in langen Jahren erprobten treuen Nachbars, dem sie über den Tod hinaus ein ehrendes treues Gedenken bewahren werden." Der Pfarrer von Leip, Herr Ezygear, mit dem der Verstorbene in der Kriegszeit zum Besten der Gemeinde gemeinsam gewirkthat seinem Freunde in Königsberg die Grabrede gehalten. Schimuhl war auch langjähriger Vorsitzender des Kriegeroereins. Der Dahingegangene war ein frommer Judewohltätig, ein angesehenes Mitglied der Synagogengemeinde Osterode Ostpr. und ein treueswerktätiges Mitglied unseres CentralVereins". Gegen eine Oberschwester öes Dlrciskrankenbauses Tvcrlöen- Lurg in Schlesien richtete sich eine Beschwerde unseres Eentralvereins wegen antisemitischer Beleidigung eines jüdischen Kranken durch eine Krankenschwester. Der leitende Arzt der Anstalt erwiderte, die Schwesterzurzeit auf Urlaub, sei auf das „Anziemliche" ihrer Aeußernng hingewiesen worden. „Eine kränkende oder verletzende Absicht habe die Schwester Wohl nicht gehabtsie habe Wohl nur der weit verbreiteten Ansicht Ausdruck geben wollen, daß Anbescheidenheit bei möglichst geringen eigenen Leistungen ein hervorstechender Zug jüdischen Charakters sei." Diese — merkwürdige Entschuldigung bot in ihrer Angehörigkeit Anlaß zu erneuter Beschwerde. Da der betreffende Arzt „nicht Beamteneigenschaft besitzt) sondern lediglich in privatrechtlichem Dienstverhältnis zur Kreisverwaltung steht", fehlt es, nach! Auskunft des Regierungspräsidenten, an der rechtlichen Grundlage zum disziplinarischen Einschreiten. Da das Kreiskrankenhaus aber aus den Steuern der jüdischen wie der christlichen Bürger erhalten wird, sollten die jüdischen — nein, ^sollten alle menschenfreundlichen Einwohner Wawenvurgs den Zuständen und dem Tone im dortigen Kreiskrankenhaus ihre Aufmerksamkeit zuwenden., Spendenliste. .Postscheck-Konto Nr. der Dresdner Bank: 250 45. EiKenes Postscheck- Konto Nr. 304 72. Fm Monat Juli sind folgende Spenden .eingegangen: Albert Bach, Neustadt a. b. Haardt ........ Mk. 20.— E. Heimanm Breslau, im Aufträge des Herrn IusLizrat Friedentbal als Svende des hLrrn Hermann Auerbach, Nachlaß.. . „ 223.30 Ruth & Edith, Berlin' Meinekestraße 11 ...... „ 25.— Frau Rosa Sachs, Berlin, für die Erwerbung der immerwährenden Mitgliedschaft des Herrn Louis Sachs . . . .r.r. . . .. „ 1000 — Immerwährende Mitgliedschaft erwarben: Eugen Lauchheimer, Berlin 6., Kaiser .Wilhelmstraße 12, i. Fa.- Prinz.