Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1917)
- Article
- Landaufenthalt jüdischer Kinder
- Date
- 1917-05-01
- Page
- 229 (sequence 2)
- Language
- German
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Brl Palten,- 229 sürfen< Die jüdische Gemeinde zu -Berlin Hai sich gegenüber den Magistraten und Semeinde-VorsLäuden der zu ihrem Bezirke gehörigen Städte und Ortschaften bereit erklärt, in allen Fallen, in welchen Schwierigkeiten bei der Unterbringung jüdischer Kinder entstehen, insbesondere bann, ne u c tnelw Verpflegung gewünscht wird, in geeigneter Weise reiz' r r. n - Die Auvwldung der in Betracht kommenden jüdische?'..O Dr durch den Schulleiter bei dem Anständigen Magistr. L "-zw. Oe . "vevorstand des Wohnsitzes (nicht bei der jüdischen Emu 'Oe' u ucr Angabe der besonderen Wünsche zn erfolgen. Der crrnerikanisH-lü-ische Ao-rgreß wurde ans den 2. September 1617 einbernsein Eine neue 5cvzi:t von Lvalther An ihr narr. Demnächst erscheint „Sine St'et.ftAvom. Glauben" von Walther RaLhenau. In der Voranzeige ch es. „In dieser kleinen bedeutsamen Schrift antwortet Warth w A. r ..an auf eine Forderung des Herrn CurL von Lrützschler-Fa l.. ' On .an die deutscherr Juden, sich zürn Christentum zu ^bekehren. Sr lehnt die Forderung ab, nicht weil er gegen das Christentum feindlichgesinnt wäre, sondern gerade weil er sich auf dem Boden des Evangeliums stehend weist. Abgesehen davon, daß, er die Verschiedenartigkeit der Gla uö en sformenr eher gesteigert als verringert sehen möchte, hindert ihn sein Gewissen, einer der beiden Kirchen beizntreten. deren jede die andere ausschlösse, während er in seiner Zugehörigkeit zum Judentum die volle Freiheit und Selbständigkeit seiner Religion geniestes' Dev Reichskanzler über sie JuösnstatiftiL im Nerve. Das Großh erzogst Badische Ministerium hatte dem Herrn Reichskanzler eine Eingabe übermittelt, in welcher der Großherzogliche Oberrat der Badischen Israeliten Vorstellungen bezüglich der Iudenzählunaen. im Heere erhob. Der Herr Reichskanzler benachrichtigte das Badische Staatsministerium zunächst, daß er die Eingabe dem Kriegs- Ministerium überwiesen habe und betonte, die Erhebungen seien nur „zur Widerlegung von Angriffen" augeordnest rund dürfen „die jetzige Stellung der Israeliten im- Heere 'in reiner Weife beeinträchtigen". In einem weiteren schreiben vom 4. Januar teilte der Herr Reichskanzler mit» daß er die durch die Zählung 'entstandene Verstimmung „aufrichtig beklage, und sich freue, zur Kenntnis bringen zu können, daß nach den von ihm an zuständiger Militärischer Stelle veranlastten Ermittlungen die bezügliche Maßnahme einer SLapp en insp ckrion aus einer den Absichten des Krieasministeriums n i ch t entsprechenden Auslegung der kriegsministeriellen Anordnung vom 11. Oktober 1616 beruhe." Das ist gewiß so erfreulich wie löblich, aber die mißverständlichen Auffassungen waren leider an verschiedenen Stellen zu verzeichnen. & : Briefkasten. Herrn HZ. L. Kr. Besten Dank für die gefl. Feststellung daß die von der Mannheimer Strafkammer wegen Schuhwarenpreistreiöerei verurteilte Frau Alt schäl er nicht Jüdin isst sondern aus katholischem Hause stammt. Was übrigens gegen den Katholizismus genau so Lvenig besagt und beweist, wie es nichts gegen das Judentum beweist, wenn wirklich einmal ein Jude wegen Preistreiberei verurteilt wird. Jedenfalls war wieder vorübergehend große Freude im Lager der Judengegner,