Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1917)
- Article
- Die Adresse des Herrn Feldrabbiners Dr. Klein [Nachricht]
- Date
- 1917-05-01
- Page
- 225 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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Vermischt:?. 225 Die Adresse 5es Ljerrrr Felöraböiners Br. Klein, in der Liste nicht genau wiedergegeben, lautet: Br. S. Klein, Armeerabbiuer^ Armee-Abtlg. 6, Deutsche Feldpost 96. Sine Auftragsstelle für jüdische Kriegsgefangene bildet sich eben im Haag (Holland), die sich zur Aufgabe stellt, Postpakete^ Lebensmittel zu besorgen und zu versenden.» Adresse: Auftrags^ stelle für jüdische Kriegsgefangene, Den Haag, Postfach 43. Die Austreibung der Juden aus Jaffa. Line tiefschmerzliche Aeberraschung bildet zur Zeit den Gegenstand schwerer Sorge.^ Roch ist keine Klarheit zu erlangen gewesen. Während einige Nachrichten von gewaltsamer Vertreibung, Plünderung, Beraubung unter stillschweigender Duldung der türkischen Behörden, von schwerster Not sprechen, wird offiziös besänftigend versichert, aus „mflhi tärischen Gründen sei Jaffa von der ganzen Zivilbevölkerung „evakuiert", es würde für sie gesorgt". — ganz beruhigend klingt das wahrlich nicht, aber Klärung bleibt abzuwarten. E in Kult u rd o k n m c n r. Die bekannte Firma Engelbert Clever Nachf. .(Inhaber Ld. Kettner), Waffen- und Munitionsgeschäft in Köln, sandte am? 6. April dieses Jahres dem Pater' eines Lehrlings, nachdem der junge Mann schon eingetreten war, ein Schreiben, durch das der Lehrling für den nächsten Dag, —• für einen jüdischen Feiertag — beurlaubt wurde, und am 8. April das -folgende Schreiben: „Im Aufträge des Herrn Eduard Kettner mache ich Ihnen die Mitteilung, daß Herr Kettner in seinen Geschäften nur Lehrlinge und Angestellte einstellt, die einer christlichen Konfession, angehören. Da Ihr Sohn Karl i s r a e I i 11 s ch c r K; o n \ c i \ i o n isst so bedauert Herr Kettner sehr, Ihren Sohn nicht weiter beschäftigen zu können. Als Vergütung für den Monat April gehen Ihnen durch, die Post 10 Mark zu. Die noch hier vefindlichen Kleidungsstücke Ihres Sohnes werde ich Ihnen zusendcn." Das SmanzipatiouscöiZt in Austlauö. Die historische Akte der provisorischen russischen Negierung vom 21. Marz/3. April hat folgenden Wortlaut: „Ausgehend von der unerschütterlichen Aeberzeugung, daß in einem freien Lande alle Bürger vor dem Gesetz gleich sein müssen und daß keines einzigen Bürgers Gewissen sich bei der Beschränkung der Rechte der einzelnen Bürger auf Grund ihrer Religion oder Abstammung beruhigen kann, beschloß die provisorische Regierung: Alle bestehenden gesetzlichen Beschränkungen der Rechte dev rußländischen Bürger, die durch die Zugehörigkeit zu der einen oder anderen Religion, Konfession oder Rationalität bedingt sind, werden hiermit aufgehoben. In Aebere in st l nt m n u g damit werden aögesch.afft: alle Gesetze und Erlässe, die im ganzen russischen Reich ebenso wie in seinen einzelnen Provinzen bestehen und auf Grund der Zugehörigkeit der ruß länd isch en Bürger zu der einen oder anderen Religion, Konfession oder Rationalität irgendwelche Beschränkungen feststellen." Folgt die Aufführung aller Hunderte von Gesetzen und Verordnungen, die gegen die Juden gerichtet sind. Anterschrieben: Kerenski, Iustizminister. Sünde gegen den Seist. Der folgende, kaum glaublich; Vorfall wurde der „Täglichen Rundschau" berichtet: „Aus einem westlichen Vorort Berlins wurden acht P r i n? a n e?: z it r l a n d -