Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1917)
- Article
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- Date
- 1917-05-01
- Page
- 223 (sequence 2)
- Language
- German
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Vermischtes. O')** Albert Bach, Neustadt a. Haardt ....... . . . . 20.— „ Joseph Krause, Berlin (anläßlich seines 80, Geburtstages) 500.— „ Werner Ernst Mecklenburg, i. Felde . . 5.— 0y Jacob SpangenLhal jr., Spangenberg - . 20.— „ Moritz Adler, Wittenberge . . > . 5.— Siegfried Jacob, Wittenberg . . . 7^ 2.— 9i OminerrvähreudL MiLgLiedfchafL: Kurt Oscar Muhr, Breslau, Vermischtes. Abg. Or. Lohn — der N a m e allein schien der konservativen und antisemitischen Presse, aber auch vielen Rednern im- Reichstag, besonders bemerkenswert an den Geschmacklosigkeiten dieses Redners von der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft Dieser Name ist denn auchwieder und immer wieder mit grobunterstrichener Absichtlichkeit in allen Antworten genannt und Zum Namen Hindenbnrg in Gegensatz gebracht worden. Der Abgeordnete I)r. Cohn, im Wahlkreis Nordhausen gegen alle jüdischen Stimmen chon wen K o n s e r v aLiv e u u rt b Antisemiten gewählt, die dem freisinnigen Kandidaten Wiemer einen Aebersozialisten vorzogen, der Abg. Cohrr hat den grotesken Gedanken "— ,nein, nur Einfall — gehabt, eine parlamentarische Aeberwachung der Heeresleitung zu verlangen, und hat »sich darin gefallen, einem Danktelegramm an die Trugen seine Zustimmung zu versagen. Das alles übrigens im ^iuue und Aufträge seiner Fraktion. Wir wissen nicht, ob Br. iCohn Jude, oder ob er u o chi Jude ist, der Name allein läßt einen sicheren Schluß nicht zu; gab es doch einen Erzbischof Br. Cohn in Olmütz. Aber was hat der Fall mit dem Judentum zu tun? Warum soll schließlich nicht auch aus dem Schoße des Judentums etwa ein Di-. Liebknecht hervorgehen? And wer hat den Protestanten die politische Haltung Liebknechts zum Vorwurf gemacht? Man tut dem Judentum zu viel Ehre an, wenn man von ihm verlangt und nur von ihm erwartet, daß keiner seiner Angehörigen sich lächerlich machen oder eine arge Geschmacklosigkeit begehen soll. Die deutscheu Juden haben auch keinerlei Anlaß, das Verhalten des vow den Antisemiten mitgewählten Br. Cohn eines feierlichen Protestes zu würdigen. Es kann keinem Einsichtigen auch nur einen Augenblick zweifelhaft sein, daßdas Judentum mit Herrn Br. Cohn nichts zu schaffen hat, daß insbesondere die deutschen Inden über sein Verhalten genau so denken, wie die Deutschen anderer Bekenntnisse, und daß sie sich ganz genau so über ihn entrüsten, wenn sie es nicht etwa aus Einsicht oder gutem Humor vorziehen» über seinen Antrag zu lachen. Juden und juristischer Staatslonfuvs. . Fm bayrischen Finanzausschuß hat bei den Beratungen der Militärischen Fragen dev Abg. Becks (kons.) sich u. a. auch mit der Teilnahme detz Juden am diesjährigen juristischen Staatskonkurs beschäftigt und dabei Zahlen angegeben, die, wie Abg. Kohl (lib.) dann in öffentlicher Sitzung ans Grund amtlichen Materials feststellte, absolut falsch waren. Teilnehmer wnren es 209, davon Kriegsteilnehmer 55, d. i. die Hälfte, davon im Felde 18, d. ein Sechstel. Nichtjuden waren es 84, davon Kriegsteilnehmer 39, also unter der Hälfte, im Felde standen 12, d. i. ein > Siebentel. Juden waren es 25, davon Kriegsteilnehmer 16. also weit über