Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 4 (April 1917)
- Article
- Prof. Förster zur "Judenfrage"
- Date
- 1917-04-01
- Page
- 185 (sequence 2)
- Language
- German
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Briefkaftem 1S3 VelbsLreklame, ein Betrieb, d^ Sicheindrängens und SichwichliKmacheus, eine offene inrd r er _,a iTimft der Inffeni-.-rung eigener Verdienste, Gaben und Vezn!->'!w^nw Daneben er-ch.int ihm für das heutige Judentum bezera>nend „der -alles durchdringende Erwerbsgeist, die Intensität der egoistischen Berechnung, der bei so vielen Inden alle menschlichen Beziehungen durchdringt) es ihnen gar nicht Möglich macht, sich selbstlos an den Mitmenschen zu verlieren, wie der gutmütige Deutsche, expansive Slave, der impulsive Rornane". Kein Zweifel, daß es solche Inden gibt, ebenso wie diese Gattung auch linier den Aichtjuden vertreten ist. Pros. Förster sucht jene Eigenschaften daraus zu erklären, daß „dieses moderne Judentum die Zügel des Gottesglaubens aügeworfen hat", er betont auch die „Mitschuld der christlichen Völker'' durch die „Mißhandlung und Ausplünderung" der Juden iusrüherenKchrhunderLen,,— Zur Lösung dieser ^rage bemerkt Förstern „Mit dem schlechten und. entartetem Judentum werden wir nur dann fertig werden, weirn wir uns mit denr edlen und innerlich befreiten Judentum verbinden. Damit die edleren Juden aber gegen alle jene Erbschaften des Ghettos wirklich tmobil gemacht werden, müssen wir alles tun, diese edlen Elemente nicht durch verallgemeinerten Antise mitismus in Kcnneraderie mit den schlechten Elementen hineinzuLreiben". — Förster ist in seinem redlichen und reinen Wahrheitsstreben auch der Gefahr nicht entgangen, einige an der Oberfläche sichtbare Entartungen für die ganze Art des Judentums zn nehmen, Jm preußischen AbgesröncLenhause sagte bei der Beratung des Kultusetats der fortschrittliche Abgeordnete Eickhoff: „Antisemitische MelleitäLen passen in die jetzige Zeit nicht hinein. (Sehr richtig! Links.) Wir bedauern deshalb, - uns gegen antisemitische Orgien an einzelnen Höheren A n st a I i c n wenden zu müssen. Die Inden haben dein Vaterlande in gleicher Opferwilligkeit gedient wie alle anderen Staatsbürger. Deshalb bedauern wir auch, daß ein so hervorragender Gelehrter wie Herr v. Schmoll er sich von diesen antisemitischen Anwandlungen nicht völlig hat freimachen können. (Sehr richtig.1 links.) Wir bedauern das um so mehr, als sich Professor v. Schmoller von Professor Schwalbe öffentlich hat sagen lassen müssen, daß. seine Behauptungen nicht einmal den Dapachen entsprechen," Der K. £. im Kriege* Bach hcin bi§ Anfang Alärz 1917 eingegangenen Kriegsad ressen meldu ng en stehen von den fast 1100 Mitgliedern des K. C. (der im Kartell-Convent vereinigten jüdischen Studenten-Corporationen) unter Einrechnnng der Gefallenen oder infolge Verwundung oder Erkrankung als dienstunörauchbar Entlassenen, '910 im! Heeresdienst. Hiervon gehören bzw. gehörten dem Feldheer 740 an. Den Heldentod starben bis 28. Februar 1917 87 K. C.er. In diese Zahl sind zwei Burrdesbrüder eingeschloffen, an deren Tod kein Zweifel besteht, deren Aamen aber auf Wunsch der Familien noch nicht veröffentlicht werden sollen. Vermißt werden 3 K. C.er, Kb. MoLLeck, der sich nach dreimaliger Verwundung zum 4. Male auf freiwillige Meldung ins Feld begeben hatte, seit Juni 1916 im Westen, Kb. Kurt Haas seit 26./27. September 1916 an der Somme und neuerdings Kö. Hans Grünewald seit 27. Januar 1917 ebenfalls an der Somme. Dagegen ist der seit Dezember 1916 vermißt gewesene Kb. Oberarzt vr. Walter Levy in fanzösifche Gefangenschaft gefallen. 3 K. C.er haben ihre Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse, 352 mit dem Eisernen Kreuz 2, Klaffe 1 mit dem Eisernen Halbmond, 120 sonstige Kriegsauszeichnnngen' gemeldet; 52 K. Cer wurden während des Krieges zu Offizieren des Beurlaubten- Aandes befördert, 43 im preußischen Heere einschließlich, des württeuv-