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Im deutschen Reich · 1917-04-01 · Heft 4 (April 1917) · p. 179

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 4 (April 1917)
Article
Mischehen
Date
1917-04-01
Page
179 (sequence 2)
Language
German
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Vermischtes. 179 ausfuhrt, eine btt Neuesten auf dem -Gebiete der National-, tökonomie. Seine Berechnungen über die Neigung zu Mischehen in den einzelnen Bundesstaaten undeinigen Hauptstädten sind mit einer vortrefflichen Sicherheit und Genauigkeit durch,- geführt. Auch seine Berechnungen der Bevölkerungsdichte in ihrer Beziehung zur Mischehe außerordentlich erwünscht und lehrreich. Dg, wo jedoch T. daran geht, seine mathematischen Bilder aufzulpsen, die tatsächlichen Gründe und Ursachen herauszuarbeiten, ist er oft zu schematisch und kommt über gute Anfänge nicht hinaus. So ist es z. B. füi§ den denkenden Leser nicht befriedigend, wenn Dachauer zur Erklärung der geringen Zahl der Mischehen M Württemberg den Beleg gibt: „Aus irgend welchen Gründen widersetzt sich eben das württembergische Judentum sehr stark der Auflösung. Bei genauerer Prüfung hätte der Verfafser sehen müssen, daß der Grund darin lag, daß Württemberg nur eine Groß?- stadt hat und die Juden daher in ländlichen und kleinstädtischen. Ansiedlungen wohnen, wo durch srnnere und äußere Gründe meist jede Voraussetzung sür eine Mischehe fehlt. Ehrung Henr? Alorgenthau's. Wie aus Newyork gemeldet wird, wurde dem gewesenen amerikanischen Botschafter in Konstantinopel Henry Morgenthau die goldene Medaille der „B'nai B'rith" von Amerika verliehen. Es ist dies eine sehr hohe Auszeichnung, die demjenigen verliehen wird^ der in dem abgelaufenen Jahre dem Judentum die größten Dienste geleistet. Bisher befaßen bloß zwei Persönlichkeiten diese seltene Auszeichnung, und zwar Erpräsident Taft lund Dr. Adolf Stern in Bukarest. Die feierliche Aeberreichung der Medaille fand in einer Festversammlung statt, an welcher über 400 Personen teilnahmen. ^Patriotismus und Antisemitismus" das ist der Gegenstand eines" Artikels von Dr. Paul N a t h a n. Am Schluß des Artikels heißt es betreffs Judenzählung: .... Mir will es scheinen, daß jene jüdischen Kreise, die sich in nachdrücklicher Weise damit beschäftigt haben, was in der Frage der Fudenstatistik zu geschehen habe, den richtigen Weg gewählt haben. Sie haben keinen lärmenden und übereilten Demonstrationen veranstaltet, die die Stellung unseres deutschen Vaterlandes in der Welt hätte schädigen mäßen, iaber sie haben Mittel und Wege gefunden, daß dort, wo es zu wissen notwendig ist, -kein Zweifel bestehe über die Stimmung innerhalb des Judentums und über die weittragenden allgemeinen Folgen für die Stellung Deutschlands in der Welt, die solche Jndenstatistiken haben müssen. Daß diese Schritte ohne Erfolg geblieben sind, kann man nicht behaupten, und soweit sie Erfolg hatten, ist das freudig zu begrüßen sür Deutschland Md sür Ms Juden." Lin griechisches Arteil über jüdische Wohltätigkeit im Ariege. Die in Konstantrnopel erscheinende griechische Zeitung „Tachidromns" widmet der philanthropischen Tätigkeit der ottomanischen Juden während des Krieges einen längeren, lobenden Artikel. Das Blatt schreibt u. ,a.: Wir können nicht umhin, unserer Verwunderung Ausdruck zu geben über die Opferwilligkeit, welche die bemittelten Juden in jdieser schweren Zeit ihren 'Glaubensbrüdern gegenüber an den Tag legen, die jetzt durch ihre Mittel-? losigkeit besonders stark zu leiden haben. Das griechische Blatt schließt mit dem Ausruf: „Ein kräftiges Bravo unseren jüdischen Mitbürgern!“’ Line Eingabe für öie Gewissensfreiheit. Aus Weimar schreibt Mm uns: Das! Kartell freigeistrger Vereine Deutschlands hat an

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