Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 4 (April 1917)
- Article
- Ganz unbegreifliche zionistische Mißverständnisse
- Date
- 1917-04-01
- Page
- 175 (sequence 2)
- Language
- German
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Vereiusnachrichten. 17o> liche Kolleuscher'sche --Rede ^vergleichp wird mir zugebeu, daß, in letzterem aus der „Fanfare" eine „Chamade" gemacht ist. Ich gebe anheim, mein Schreiben Zu veröffentlichen. .Mit vorzüglicher Hochachtung ^'uchs".! AommerzrenraL Joseph Baum, wresöaöen. In dem am 2.- März in Mainz entschlafenen Königlich preußischen Kommerzienrat Joseph Baum ist nicht nur ein Kaufmann von hervorragender Bedeutung aus dem Leben geschieden, sondern auch ein Mann von tiefem sozialem Empfinden, der mit der Liebe zu feinen Mitmenschen, wie zur Natur einen seltenen Scharfblick verband^ Baum entstammte einer angesehenen jüdischen Familie in Schierstein im Rheingau. In jungen Fahren bereits übernahm er das väterliche Geschäft in ^Wiesbaden, eine große Leinenhandlung, die er zu hoher Blüte brachte. Bald betrieb er nämlich nicht nur ausschließ^ lich Handel, ließ vielmehr die Waren in eigenen industriellen Anlagen Herstellen. Auf seine Anregung undunter seiner Mitwirkung entstand im Jahre 1911 die segensreich wirkende- „Deutsche Gesellschaft für Kaufmannserholungsheime". Noch im selben Jahre verfügte die Gesellschaft über Mitgliederbeiträge in Höhe von nahezu 209 000 Mark, welcher Betrag heute wohl um das dreifache überschriLten sein dürfte. Bis 191o waren schon acht Heime teils fertiggestellt, teils um Bau begriffen. In Traustein, Oberbayern, in Bad Salzhansen, Oberhessen, in Ahlbeck an der Ostsee, auf dem Baren-, stein nn Schwarzwald, im Launus bei Wiesbaden, in Landeck i. S.> in Bad Elfter in Sachsen und in Lupen an der Eifel künden sie, was deutscher Gemeinsinn vermag. Anendlichen Segen strömen heute diese Heime aus bei der Pflege Verwundeter." Kommerzienrat Baum war auch ein Jude von echt vaterländischer Gesinnung, ein treuer Mitkämpfer für unsere Rechte — das tapfere Eintreten für die Ehre und das Recht des Judentums war ihm Herzenssache — und als Mitglied unseres Centralmereins'-Vorstandes ein bewährter, verdienstvoller Förderer unserer Aufgabe. Aus A'önrgshütte schreibt mau uns: Am Dienstag, den 27- März fand hier eine gut besuchte Versammlung der Ortsgruppe statt. ' Nachdem Herr IustizraL Berger als Vorsitzender den Rechenschaftsbericht gegeben hatte, hielt Herr Rabbiner Or. Goldmann, Oppeln einen Vortrag über das Thema „Unsere Zukunstch Er führte vornehmlich den Gedanken aus, die Zukunft d er deutschen Iudenheit hänge lediglich davon ab, daß die Centralvereins-Aufgabe gewissenhaft erfüllt werde. Dem überaus rührigen Herrn IustizraL Berger gelang es, dem Verein vor und bei der Versammlung eine große Anzahl neuer! Mitglieder zuzuführen. Ihm ^gebühret vornehmlich der Dank, wenn auch in der KriegszeiL die Centralvereinssache in Oberschlesien kräftig gefördert worden ist. LjinöLnburg, 30. März: Montag, den 26. März hat unsere Ortsgruppe eine Versammlung ab geh alten, die gut besucht war und in der Herr Rabbiner Di-. D i e n e m a nn aus Ratibor auf Veranlassung des Landesverbandes Oberschlesien einen Bericht über die Hauptversammlung in Berlin gab. Er nannte seinen Vortrag: Die neueste Phase des Antisemitismus und seine Bekämpfung. Es schloß sich eine Besprechung an den Vortrag, an der sich mehrere Herren aus der Versammlung beteiligten. ^cxx Julius Llechtbeinr, ein so eifriges wie verdienstvolles Mitglied unseres C.-V., der Vorstund der Ortsgruppe Vrakel, Kreis Höxter, ist anr 15. März nach langem Leiden sanft entschlafen. Dem Heimgegangenen, der in seinem' Wohnort besonders Ansehen genossen hat, wird auch der C.--P. ein treues Andenken bewahren.