Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 3 (März 1917)
- Article
- Staatssekretär a. D. Dernburg
- Date
- 1917-03-01
- Page
- 133 (sequence 2)
- Language
- German
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Vermischtes. 133 licher Einrichtungen, Wider Klassenwahtrecht itrtb Fideikommißwirtschast fanb der ehemalige Staatssekretär s<i'.erse Aborte. ZoUlye Zirslände. tote auch die Behandlung der Polen ulid Irüden, erweckten den Eindrrlck» „daß in Deutschland nicht dasselbe Maß von Freiheit utld Eleieicheit bestehe, wie es anderr'wo, in demokratischen Staaten, vorhanden ist". Preußen sollte moralische Eroberungen machen. Aber „wir müssen leioer sagen: Das ist nicht hinreichend gelungen, es ist auch nlchit mit hmreichendem Nachdrirck verfracht worden". Lxpräsident Taft Liber die Jndenfrage. Jüngst hielt der ehemalige Präsident der Bereinigten Staaten, William Taft» in Washington zwei Borträge über „Die Rolle der Juden tu der (ve schichte", die die Llltfmer^tiltkeit der weiten ainerikanischen Oessentlichkeit auf sich trnTteu. Fm ersten Bortrag schilderte der Redner die großen Verdienste der Juden um die wirtschaftliche und geistige Entwicklung aller modernen Staaten Europas und Amerikas, in denen ihnen die rechtliche Freiheit eine hemmungslose Entfaltung erm»eslichte. Der zweite Vortrag war der gegenwärtigen Lago der Firmen gewidmet. Der Redner sprach die Ansici)jt an.s, das; die einzelnen kriegführenden Staaten beider arteigruppen den aufrichtigen Wunsch haben, nach Beendigung des Krieges die Bedürfuijhe ihrer Fnden zu berück-, sichtigen. Er betonte aber, d<rß eine solche gesonderte Lösung keineswegs ausreichend sein faitu und daß die Fuderrfragc in. ihrer ganzen (vröße nur auf der bevorstehenden Beratung der Vertreter aller Staaten aufgerollt werden kann und muß. Die Bcr, einigten Staaten voll Amerika — sagte der Redner — sütd der« pflichtet, ihren Einfluß gettelld zit machen, uiu dieses alte und so. akut gewordene jüdische Problem, au.s die Tagesordnung des künftigen Friedenskongresses zu stellen. Vermischtes. Frau Rupfer — zlrrückgetiescrt. Verschiedene Zeitungen, so Natürlich die „Wahrheit" und das „Bayrische Vaterland", haben nichts Besseres zu tun gehabt, als die Millionenschwindlerin Frau Kupfer — wohl ihres Lveburtsnaiuens IAuemanu wegen — zur Jüdin zu stempeln. Fu Wirkisthteit ist Frau Tupfer die Tochter eines Llu Fahre 1000 verslorberteir JUiufniami* Wilhelm cheineuraurr. Dieser sowohl, wie seine noch leberrde Frau Mathilde, verw. Hentemann geb. Bienellgräber entstamme einer reut christlichen Familie. Der Vater der Frau Kripfer entstammt einer in der Provinz Sächselt ansässig gewesenen Vaucrusamilie. Fhrc Brüder sind zum Teil selbst Bauern. Die Witwe Kupfer, die übrigens mit Vornamen Martha, nicht Meta, heißt, hat sich im Jahre 1893 mit einem Nauchwarenhändler Robert Kupfer verheiratet, der ebenfalls rein arischen Ursprungs war. Er ist im Jahre 1899 auf der Jagd verunglückt. Religionsunterricht und Reifezcnglns. Fn der Landtags^ sitznng vom 2. Marz führte Kultusminister Dr. v. Trott zu Solz u. a. aus: „Ich habe, um den Wünschen, die mir von jüdischer Seite entgegeugebracht wurden, nachzukommen, einen Erlaß ergehen lassen, daß in das Reifezeugnis über den Religions« unterricht ein Vermerk ausgenommen. wird. Wo das schort früher in größerem Umfange der Fall war, ist das auch heute noch möglich." Gin Herr Schuldirektor Vorwerk irr Antersachsenderg hat in einer von der Redaktion des „Bogtländischen Anzeiger" in den