Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 3 (März 1917)
- Article
- Die Ortsgruppe Halle [Nachricht]
- Date
- 1917-03-01
- Page
- 130 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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130 Im Deutschen Reichs eins in und nach dem Krieges An fefnc ^lüsführirngen schlvZ sich eine tangere Besprechung, ftt der einmütig die Aeberzeugung zum ^lusdruck kam, daß cs Pflicht jcbc^ deutschen Illden sei, dem Eentralverein anzugehören. Ein erfrcrüicher Zllgang all Mitgliedern und Bcltragscrhöhungen zeigte, daß dieser Appell nicht ungehort verhallte. Die beiden Ortsgruppen Berlin N. NO. mib Berlin 0 veranstalt eie ll am 3. März genu'insthafllixb'eine gut besucht Mitglieder- Versammlung, zll der sich Gäsle eiugeflntden hatleu. Die Zuhörer folgleu mit gesparruter ^lusmerlsantleit bcu interessanten Ausführungen unseres Vorsiizerrden, Iltstizrat k>r. horwitz über das Tdema „Die Zukunft der deutschen Juden". Die zahlreichen 2leuaiuneldl!ugen und ^l^eij rogserwU-ungen zeigteil derit^ lich den Eindruck der gehaltvollen imb wnrmhcrzigcll Bede. Bach kurzer Diskussion schloß der Leiter Sanitätsrat lw. Toby (5ohn die Versammlung mit cuicm wariueu Appell all die deutschen Juden, ihre Pflicht zu tun und sich der großen Zeit würdig zu zeigen. Die Ortsgruppe Kreuznach hielt am 23. Januar ihre Jahresversammlung ab, die sehr gut besucht war und überaus cuircftcub verlief. Der Vorsitzende Herr Rabbiner Or. Tawrogr erstattete einen eingehenden Bericht über das vielseitige, angesichts der antisemitischen Feindseligkeiten so notwendige und erfolgreiche Wirken des Centrawercins. Als Voil'tcuidSmiL^icder wurden wiedergewählt: Herr Lvabbiucr Dr. Tawrogi zum. Vorsitzenden, die Zerren §arl Brück und vr. meä. Kaltmann zu. Beisitzern. Die Ortsgruppe Breslau hielt am 20. Januar eine gut besuchte Sitzung ab. Herr Sanitätsrat Reich begrüßte die Erschienenen und Herr Syndikus RecManwalt Vöhm erstattete hierauf eingehenden Bericht über die Tätigkeit des Lentralvcrems-Vorstandes in der Kriegszeit. Herr vr. Baum berichtete ausführlich über die Berufsberatung. Die Versammlung verlief sehr anregend^ Mehrere Gäste meldeten ihren Beit ritt an. lver uns auf den Fuß tritt b'raLrcht bar um noch keine feindselige Absicht zu haben — aber cs ist iuuner gut, ihn auf sein .Anrecht aufmerksam zu machen und seine Entschuldigung 311 veranlassen. Den Juden wird auch oft auf die Füße getreten. Auch nicht immer tu bewußt böser Absicht. 2iur müssen sie sich immer Genugtuung zu verschaffen suchen. Brachte da jüngst die „Ansbacher Zeitung" aus M'rrnberg cmc Korrespondenz über den Zivildienst. Da war von „ehrenamtlichen sperren mofaifcbcit Glaubensdie Rede, die wohl nur „zur sachverständigen Bearbeitung der einlaufenden Lebensmittelschiebungs-Fälle am Platze sind", man „denke aber vielleicht an den Bock als Gärtner". Ein Mitglied unseres Eenlrakvereins beschwerte sich ruhig und ernst bei'der Leitung des Ansbacher Blattes, das denn auch „mit- Bedauern" von der unbeabsichtigten, kränkenden Wirkung jener Einsendung Notiz nahm, feststellte, daß in Wirklichkeit „derartige Erscheinungen gar nicht zu verzeichnen sind" und zuletzt erklärte: „Wir kennen keine konfessionellen Anterschiede". In den recht häufigen Fällen unbeabsichtigter Kränkung wird eine wohlangebrachte ernste Beschwerde merstz einen Loyalen Widerruf bewirken. Als erste -er GroH°Berliner Ortsgruppen seit Kriegsausbruch veranstaltete die Ortsgruppe WilmerÄorf-Friedenau-.Steglitz am 26. Februar 1*917 eine Mitgliedcrversammluug int Deutschen Zahn« arztehaus. BLllowstrahs 104. Der Vorsitzende' der Ortögnrppe, Herr Hermann Friedländer, besprach in einem längeren Vortrage „Unsere Wünsche — unser Recht" die das Judentum seit