Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 3 (März 1917)
- Article
- Die innere Entente
- Date
- 1917-03-01
- Page
- 100 (sequence 4)
- Language
- German
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i:o Jnr Deal scheu Aeich, Tatsachen zu begegnen. Wir haben uns den schönen Grundsatz der Hehpartei nicht zu eigen gemacht uuh gebeuten omlj rücht, ihn ilnS zu eigen zu machen, ihren Wahlspruch: „Wer andern keine Grube grübt, fallt selbst hinein. Für die Dauer kann inan freilich nicht an) sich schießen lassen ohne znrüelznschießen. Und dazu bedarf man der Munition. Nicht-? selbstverständlicher, nichts natürlicher, al* daß der Eentral- Verein derüscher Staatsbürger jüdischen (s>ianboncsich der Aufgabe unterzieht, sie zu beschaffen. Dabei ist nichts zu verheimlichen, nichts zu verschleiern, und die Enthüllung, die mit solchem Fubelgesehrei verkündet wurde, entbält nichts, rvas sich nicht jeder vernünftige Mensch selbst denken und sagen konnte. Wir sind in der Tat zur Abwehr gerüstet, wenn mau gedenkt, einen Aerlenmdnngs Fe.ldzug gegen uns 31t beginnen. Aber wir jiub eben nur zu ansgezwnngener Abwehr gerüstet. Unsere Waffensnmmlnng gilt einzig dem Schultz unseres Rechtes und n.iserer Ehre, einzig der Verteidigung. Wieder rirögen sich die Herren von der inneren Entente ine Hohlspiegel der amerikanischen Kriegsspelnlaliort besehen. Die Bantees, die nur Frieden beten und an der Lieferung von Mordmaterial sich bereichern, aiuiuoiUoit uns ans unsere Besclnoerden: liefert denn ouoi' Krupp, kiefern euere Waffcnsabriken alle nicht auch Mordinstrnmente? Sie verwischen dabei bni Unterschied zwischen Schubwehr und Ueberfall, zwischen Friedensgewähr uub Mordgeroehr. Hub doch ist dieser Unterschied so klar! Es ist eben der Unterschied zroischen der Fabrikation von Kassenschränken und der von Nachschlüsseln, Dietrichen und Einbruchs Werkzeugen. Auch unsere innere Entente mag über diesen Unterschied Nachdenken. I d e nt. Nnlschau. Unter freundlicheren Zeichen naht der Lenz, als wollte er der schwer geprüften Menschheit auch einen Böller-Frühling bringen. Ein Ahnen von Frieden gebt durch die Wett und als des Friedens schönste Blüte scheint lichtere Freiheit, erhöhte Gerechtigkeit knospen zu wollen am Baume unseres Slaatstebeus. Hier haben toir es aber nicht nur mit Wünschen zu tun, sondern mit Hoffnungen, zu denen uns die warmherzige, feierlich anmutende Abgeordnetenhaus rede des Reichskanzlers vorn 1-1. März berechtigt. Was hier als Kriegssrucht dein ganzen Lotte verheißen koard, das wird besonders der jüdische Teil dieses Volkes, dieser Teil, dem bisher sein Maß an Recht so karg, so geizend zngemcssen war, mit freudigem Danke begrüßen.