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Im deutschen Reich · 1917-02-01 · Heft 2 (Februar 1917) · p. 92

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 2 (Februar 1917)
Article
Im belagerten Przemysl [Rezension]
Date
1917-02-01
Page
92 (sequence 1)
Language
German
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fjm bcn I [eben <V (vmpfiiibuiig erblüht. ,Hu& wie die ehrwürdigen, iahriausenüalten Süadwm die slarle C£-iimmunct Die tum innen ausgehl, un£ übermitteln, werden wir c* wieder einmal iuue, wie S1 c i u e reden. Die Malerei, die vom religiösen ansging und durch Jahrhunderte am. Religiösen l>ajicif wurzelt bei Liliens wieder int Religiösen, iit der jubelnden oder leidenden i^iebc 31111t Inoenlum. Wenn man uns wieder einmal das Märchen von der Rückständigbeit des Judentums in der bildenden Kunst wjirdausbinden wollen, dann dürfen wir ja ans eine Reibe kraftvoller, bahnbrechender Meister Hinweisen, die ihren bevorzugten Platz ihl der Kunstgeschichte haben, auf Max Biedermann in erster Reche, dann ans besser Rrh, auf Hcr- .maitu Struck, aber auch auf die Zeichnungen von S. M. Lilien, technisch sehr gelungenen Wiedergabe der R. P. G. so lebensvoll wirkt. —it., belagerten przem^sl. Bon I. von Michaelsburg. Tagebnchblüttcr ans großer Zeit. Leipzig. v£. Z. dlmelangs Bering 1!>Iü. Leicht kartoniert 2 Marl, in Leinenband b Mark, Ruch t>on allgc- «meinen Zeitschriften ist anerkannt worden, das; das vorliegende Kriegstagebuch durch seinen warmen Herzenwon und seine künstlerische Darstellung den Durchschnitt dei^ Kriegslitteratur dieser Rrt weit überragt. Und vom jüdischen e^tandpnulte ans kamt d-as Urteil; bestätigt werden, Schritt und Trick2 sind der Verfasserin in der Iudenstadt Przemysl Juden begegnet, sie hat sic iw ihrem häuslichen und religiösen Leben beobachten, hat aber auch einen tiefen Blick in ihre Seelen tun können. Tie ist keineswegs für die Inden voreingenommen, manche Tatsachen sind falsch gesehen, in mancher Bemerkung spricht sogar ein herkönunliches Bornrlcil mit, aber das Gefühlsleben dieser amen jüdischen Massen ist der beobachtenden lvranensecle in seiner Volten Schönheit anfgegangen. Schlicht erzählt sie von der Güte der Inden zu den österreichischen Soldaten, von denen seiner, auch in der höchsten Rot, an einer jüdischen Tür ohne Labung vorübergeht. In dankbarer Rührung weih sie von der uneigennützigen und aufopfernden Rächstenliebc, die sie an sich selber erfährt, zu berichtern ,,Es sind Juden. Keine Inden,, die chei mir Geschäfte imachen könnten. .... Der Schmerz hat diese Gesichter, die mir einst so unbewegt lind kalt erschienen, schön gemacht. Und cr hat mir den Weg zu ihnen gezeigt." Das in seiner ungekünstelten Wahrheit eranickende Büchleich bedeutet dnr.ch diesen reinen Geist auch einen Beitrag zur Ostjudensrage, und ganz gewiß nicht den schlechtesten. £y. G. „Dic Musik der schlachten" nennt sich ein kleines Buch, das wir mit wachsender, angespannter Aufmerksamkeit und mit reichem Gewinn gelesen haben.' Run wir eben daran gehen wollen, diese merkwürdigste Irucht des blntgcdnngten Schlachtfeldes zu würdigen, fällt uns eine sehr treffende Besprechung von Dr. 'R r t-h n r Gloesser in der „B'chs. Ztg." in die Hand. Wir setzen sie hierher, da es nicht immer nötig ist, etwas, das schon sehr 'gut getan hin, noch einmal zu tum Dr. (Lloesser spricht von der geistigen Rahrung im Zü'lde und fährt fort: „ . . . . Aber einen Philosophen von £yacl) habe ich erst hinterher kennen Aelernt, es ist der Kanonier Hellmuth Dattenfeld, der bei Brras verwundet wurde und seine Muße als G. D. darauf verwandte, um ein kleines tapferes Buch, „Die Musik der Schlachten" (Reuß ck' Itta, Konstanz) zu schreiben, eins der ehrenwertesten und ehrwürdigsten Geistesprodutte dieses Krieges, wenn die Jugendlichkeit des Verfassers diese Bezeichnung zulasst. Falkenfelo hat die „Kritik der reinen Vernunft^ wirklich tnt Tornister getragen, sogar im Kopf und auch im Herzen. Immanuel

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