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Im deutschen Reich · 1917-02-01 · Heft 2 (Februar 1917) · p. 91

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 2 (Februar 1917)
Article
Die Organisation der jüdischen Jugend Deutschlands [Rezension]
Date
1917-02-01
Page
91 (sequence 2)
Language
German
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Bücher schau. oflcile. Da>; ^Inorbtiinicj und 3lujbau bic at ade mische ^Tdftob*.* oer»* 'raten - wir haben anscheinend eine Dissertation oor uns lxciujriid)lnV« die Lebendigleit der Darstellung leineswegS. Zn der letzten hauplowstammlnng des Central-Vereius bcut)d)or Staatsbürger jüdischen (vlnuben* ist die dloiwendigteit lebhaft betont worden, den Znacnb>pcreinretuuticii ernstere Anfmertsamteit und Pflege zn wicnuen. Für diese wichtige 'Aufgabe kommt die vorliegende Schrift als ein Acchenschaftsdericht über den augenblicklichen Stand der Organisation sehrs gelegen. Die Verfasserin begreift die Aufgabe der Turnnnö Mander'- bc reine im Ja duschen Sinne, int 2 tnuo der Bewegtrug der vierziger ssahre des vorigen ZaHrHtrnderls, nicht nur als Sache der körperlich?!' (Lrtüchtignng, sondern, auch als Sache der GeisteSerziehuug und. CharalrerenLwicllnng. Viel Ersprießliches ist hier bereits getan, mehr, weit mehr bleibt zn tun ü'.brig. 'Auch auf diesem. (vebicte ist die Pcweglichleit und der heiße Werbeeiser der Zionisten ine Vorsprung meint auch freilich jede politische Betätigung oder Werbearbeit in den Zugendvereinen ausgeschlossen ist und nur die Leitung in Händen der Zionisten liegt. Jedenfalls ist die große Masse der jüdischen Jugend von den Organisationen noch nicht erfaßt. Dem Verband der jüdischen Zugendoercirte, iber immerhin der eigentliche Träger der Organisation ist, bleibt noch viel zn tun übrig. Der Gegenstand wird uns noch beschäftigen. ..Unsere Ernährungs-Fürsorge für bedürftige Kfeinttnber während des ersten Kricgsjahres vom 1. August 191-i bis 51. Juli 1915" fö ist ein Heft betitelt, das der ,,Verei>t für Kindervoltsluchen und Kinderhorte E. V." erscheinen ließ. Mit btefem hefte zugleich erhalten wir einen „Mnhenschmflsbcricht" desselben Vereins ,,über die hinter trockenen Ziffern verargen! Mil wie ftarler Anhruug. wie lbewegten .'Gemüts lesen wir da, daß der Verein in den ersten 15 Zähren seines Bestehens ans den eigenen, bargen Mitteln 6 59!Z048 Portionen an arnte — zumeist von den Schuldirettoren ihm zu» gewiesene — Kinder verteilt hat, in den letzten sechs Zähren — bis 1915 — aber mit tatlrastiger Unterstützung der Stadtverwaltung 22 049175 Portionen! Irr den horten werdcir täglich 4110 Kinder verpflegt, gehütet, betreut. Welch eine Welt von Liebe und Lrbarmen umfassen diese knappen Ziffern undwie armselig er» .scheint diesem Monnmentalwerk des Erbarmens gegenüber eine nörgelnde, gehäßige f5trittelei, bereu ganze Quelle die Tatsache ist, daß der Gründer und Leiter dieses Vereins ein Jude ist und Hermann Abraham heißt. Mag sein, daß attch an diesem schönen Werte und seiner Verwaltung etwas ansgesetzt werden kann. 'Auch wohl-, weinende und Einsichtsvolle gibts, die das glauben. Mindert dicS aber das große Verdienst, das dieses gewaltige hilfsweel für Berlins darbende Kinder doch bedeutet V Viernndzwanzig ölinderoollslüchen, 05 Kinderhorte, im ersten KriegSjahr 1 205 957 Freispeisnngcn, 200 976 l.äter Milch an Kinder verteilst — wie beredt ist diese Verteidigung allen Angriffen gegenüber. —u„ Neunzig Radierungen von E. M. Lilien macht uns die „Vene Photographistche «Gesellschaft A.-G. Berlin-Steglitz" in vollendeter Wiedergabe in zwei verschiedenen Formaten (19 zu 24,5 Zentimeter und Postkartcnformat) zugängig. Die zwei großen Probeblätter und drei Postkarten, die uns verstiegen, zeigen alle Vorzüge der kraftvollen, klaren Zeichnung Liliens, die'mit dem scharfen Blick für das Charakteristische. lden Sinn für das Künstlerisch-Zchone, das Gefühl für das Dekorative verbindet. Palästina, Jerusalem, das ist nun einmal die treue, wachsende Liebe Liliens. Die wenigen Blätter, die eben zn uns sprechen, sind wieder einmal in Linien übersetzte, gestaltgewordene Schwärmerei für Zion. Das eine der Blatter, „Frauen an der Klagemauer" ist aus innigster Kenntnis und tiefer

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