Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1917)
- Article
- Dr. P. K. B..r, Wien
- Date
- 1917-02-01
- Page
- 90 (sequence 1)
- Language
- German
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?01Ü) Kt). entbot nnull, ntd)k' von bcn vielen, jüdischen Scchriftslelleru, die mit ihren Iriutcripidcn von Shcafcrbiircau zu Sh'catorbnrcnu wandern? ftbre Sc!)u!d ist nicht, das; Lustspiele willigere 'Ausnahme finden. Cegeh! mit den jüdischen Schriftstellern wie mit den Juden überhaupt. Mau sieht die wenigen Begiiustiguttgen und übersieht die vielen, die sich schwer mühen und gingen und im schweiße ihres Angesichts ihr karges Brot essen. Mail sieht die wenigen Erfolgreichen uub weiß nichts bou beit Bielen, die vergeblich alt die Buhnentüren pochen. 'Oi'. p. B . . r, lvicn. ZtoeifelloS ist der gestürzte Sieghart« Singer wie geschossen zur Millelftgnr eines Zeitromans. Der arme jüdische 'Zunge ans Mähren, der in Bot und Armut in Mi eit slndiert, der sich von seinem maßlosen Ehrgeiz tmb Lebens- Hunger zur Danse drangen laßt, in der ans dem jüdischen Singer ein christlicher Sieghart wird, ist thpisch. Mie er die ererbte jüdische Elastizital des Geistes seinem Strebertum großen 2lils dienstbar macht, wie er allen Ministerien unentbehrlich wird, wie er sich die Herrschaft über die Bresse sichert und schließlich au der Sprödigkeit dieses Instruments scheitert, darin ist gewiß eilt starkes Element der Tragik. All das ist richtig. Aber nufere Zeitschrift hwt weder teit Rattm noch die Ausgabe, den ..großen Zeit-Boman" zu.veröffentlichen. Beberdies ist der Meister nicht leicht zu finden, der diesen Stofs zu bändigen vermöchte. Lhrrv. Herrn Rabb. D. A. i5., Noröhausen. Besten Dank für die Selbstüberwinbm'.g. init Iber Sie es über sich gewannen, die schmierigste aller gereimten Angereimtheiten und Unflätereien ernzusassen und uns zu übersenden, als Zeichen der GesinrttntgSniedertracht zu der geistig Minderwertige bureb best -Antisemitismus herabsrnleit können. Diese Schandung der edelreinen Form von Schillers „Glocke". die hier nachgeäfst ist, würde in eine Schreckenstammer . der poetischen Entartungen passen. Dieses idiotijfche Reimgestammet, das den Geschmack uub die deutsche Sprache roher beschimpft als den Juden „Lewy", ans den cd gemünzt ist, erschien dein Soldaten, der cS Ihnen sandte, gewiß nur baruiit deS Aufhebens wert, weil 1 er es „in einem Dien st raum offen liegend" fand. Aber am Ende Jann man sich auch in militärischen Diensträuinen nicht immer gegen beit poetischen Schmutz schützen, der hineingeworfen wird. ' Die Annahme, daß jemand in diesem Dienstranrn jenen Erzes; der Roheit billigt, wäre wohl Verleumdung. Max S. p . . r, München. ES ist bereits mehrfach darauf hingewiefen worden, daß unser biblischer I o s e p h> der erste „Lebensmittel- Diktator" war, der erste Staatsmann, der zweckmäßig für die Ernährung Aegyptens in sieben Hungersnot-Jahren sorgte. Auch qwu daS „Hamstern" erließ er zweckmäßige Vorschriften, u. a. — wie Michalski •im Israelit erwähnt --- die, daß man nie mit zwei Eseln kommen, durste, um Getreide einzukaufen. Auch so etwas wie Ausfuhr-Verbot und Kundenlifte enthalten seine Vorschriften. & Bücherschau. „Die Organisation der jüdischen Jugend Deutschlands" nennt sich eine gehaltvolle Meine Schrift, ein „Beitrag zur Systematik der Jugendpflege und Jugendbewegung" von Dr. Eora B c v 1 \ n c r. Ein Verlage des Verbandes der jüdischen Ingendvereine, Burgstr. 20. Preis >1,20M. Ein sorgsam gesammeltes Material ist hier klar geordnet. Ernststen Fleiß mit kritischem Sinn gepaart sehen wir hier am