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Im deutschen Reich · 1917-02-01 · Heft 2 (Februar 1917) · p. 80

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 2 (Februar 1917)
Article
Spenden [Nachricht]
Date
1917-02-01
Page
80 (sequence 1)
Language
German
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Im Deutschen Reichs Im Monat Januar sind folgende Spenden enigc^angen:' Willy Sterm, Frankfurt a. M. . . . - > I. Rosenan, jr., Düsselers. . . . r.^.j (S’rtllflll un. Stettin . . . r.; Mk.: 1000,— 500,—. "20,-- 51,- 10,— Aich. Holz, Cannstadt. . . . --Ebarlottenbm'a. . . . . a Mar Wikmersdörfer. Amberg. ..p. ... . . . . j Max Weinberg. Düsseldorf. - - -i. . r Hermann Böürchilrger, Eannftadt. . .. V .10,— 50,— 10,- 10,— 1? Schloßstein, Rkü nchen... R.°^l. Dr. Heinrich Schloß, 11, Nürnberg» (Prozeßsache). M. Erüntha!, Düsseldorf... . k- . . .. Eobn viertln Bundesratsnier . 250,— 100,— 25 — Eduard Simson, Düsseldorf... ,>1*. Hugo öe Alfred Erünfeld, Düsseldorf. 100 — 250,—. & Vermischtes. Uebcr Uckigron und StaaL>bürgertttirr veröffentlicht Wildelm Kahl. Professor an der Universität in Berlin, in. der „Boss. Zig." -eine sehr bedeutsame Auslassung, der wir hier einige Stetten entnehmen: „Die Forderung der fonfefffoiteli prozentualen Beteiligung der christlichen Staatsangehörigen an den AemLern der .Staatsverwaltung oder den richterlichen Stellen ist eine äußerlich mechanische Handlung der Parität, die deren Exist und Wesen schnurstracks zuwiderlauft und sie im letzten Erfolge wieder etufOebf. Iah beschranke -mich <iuf ein paar Worte über die Parität an Universitäten. Mit Zahlen operiere ich absichtlich picht. Denn eben diese Methode verschiebt und kxrschlerert den Standpnnlt, von dem aus allein die ganze Frage richtig gewürdigt werden kann. Unterstelle ich die Richtigkeit einer ausgestellten Rechnung, daß jüdische Privatdozenten und Professoren in auffallend rascher Weise zugenommen hätten, so ist die aufstergende Zahlenreihe doch im wesentlichen der folgerichtige äußere Busdruck irinerlich wirksamer Faktoren und lKräste, d. h. Hier der Ausdruck eurer gesteigerten Beteiligung des iIuderrtiirns an den gerade beit Universitäten eigentümlichen Aufgaben uiid Erfolgen der Wissenschaft. Märe die Zunahme aus arideren Obrünben zu erklären, so träfe dasür die Verantwortlichkeit die Universitäten selbst und die UnLcrrichtsverwaltung» jedenfalls nicht das Judentum. Ist aber die Tcrtsache einer regen und erfolgreichen wissenschaftlichen Betätigung von Juden richtig und unbestreitbar, so haben Universitären und Unterrichtsverwallnng ihre Pflicht und Schuldigkeit getan, wenn sie den Aufstieg tüchtiger Kräfte nicht um ^der Religion willen ein Hindernis bereitet haben . . . Die medizinischen Fakultäten nehmerr wieder eine gewisse Sonderstellung ein. Der Anteil der Inden steht unter der: allgemeinen Bedingungen chrer Beteiligung am ärztlichen Stande überhaupt. Die Ängliederung ungewöhnlich zahlreicher Extraordinarien und Privatdozenten mit dein Profejsortitil erklärt sich teilweise aus dem? Bestreben, durch die Professur der Praxis eine Empfehlung und einen stärkeren Rückhalt 311 geben. Da/ fommt aber bei Christen und Juden vor und bringt den Universitäten insolange keinen Schaden, als der wissenschaftliche Dienst an ihnen nicht vernachlässigt wird. Um groben Mißbrauch zu verhüten.

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