Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1917)
- Article
- Verband der deutschen Juden
- Date
- 1917-02-01
- Page
- 78 (sequence 2)
- Language
- German
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meuzuschtießen, welche für den Gottcsdieust unb b-oii llntcrrid)t fiu’g'f, wo es not Lut, mtb für die ^lnfreMerholtuug öctf CoemciutKlebeng tu den einzelnen Okmciubai tätig ist und eine gerechte Verteilung der finanziellen Lasten burd>fü^rt; Der ostpreußische Provinzialverband bat einen Gesetzentwurf ansgearbeitet und diesen Entwurf den, Verband der Deutschen senden mi< der ^stlte nur '-Aenßeruug übersandt, Gemäß dem Einträge bc^< geschästssuhrenden Ausschusses wurde nach eiugebeudcr Beratung beschlLyseu, dem. ostprenßistlxn Provinziulvcrbaud mitzutei-en, das; der Verband der Dcutsä>m Hilden keine grundsätzlichen Bedenken gegen den Gulwurs habe, jedoch zunächst'die Klärung der finanziellen Jyragc.it für er fordert ich halte. Cs ist zu hoffen, baf; 'der Gniwurs Gesetz werden kann und Gesetz wird; das Gesetz würbe dazu beitragen, die Bot unter unseren ostpreußischen Glaubeusgeuossseu. die schwer unter dent Einfall der Bussen gelitten haben, zu lindern. In Brandenburg a. Li. fand im Dezember die ordentliche Mitgliederversammlung der Ortsgruppe des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens im Hotel „Zum' schwarzen Bär" statt. Der Vorsitzende der Ortsgruppe - Rechtsanwalt Or. Kochmanu, erössnete die Versammlung 'mit einer Ve- 'grüß n n g sausprache, in der er kurz daraus hr'uwies» das; der Verein sehr bald nach Ausbruch des Krieges wieder genötigt war, Angrissen gegen die senden eutgegenzutreteu. Hieraus nahm Herr Rechtsanwalt Boehm-Berliu, der stellverlreteltde Syndikus des G. V.- das Wort zu seinem Vortrage. In anschaulicher Weise gab er ein Bild von der Tätigkeit des Vereins wcchrend des Krieges nnd widerlegte insbesondere die von antiscmitifel-cr Seite gegen die Juden erhobenen Vorwürfe der Drüct'el>ergerei 'tut 5) ec re und des Kriegswuchers, wobei er von den Schritten Mitteilung machte, die der Verein schon jetzt gegen diese Angriffe unternommen hat. Ium Schluß forderte er die Ortsgruppe zur regen Mitarbeit aus. Die Versammlung dankte dem Redner für seine unterrichtenden Ausführungen durch lebhaften Beifall. In der sich dem Vortrag anschließenden Aussprache wurden, die von dem Vortragenden behandelten Fragen erörtert, wobet ein Mitglied es als wünschenswert bezeichnete, daß! die Ortsgruppen ihr Augenmerk daraus lenkten, sestznstellen, welche Kaufleute und Industriellen in dem betrefsenden Orte große Kriegsgewinne gehabt haben, um der von antisemitischer Seite zu erwartenden M'banptung, daß. hauvtsächlich die Juden im Kriege verdient hätten, begegnen zu können. Der Jahresbericht wurde von dein Vorsitzenden erstattet. Jin Bezirk (l)stWcstfalen, - L'ippe, §chaumburg-<5tppe unseres Centralvercins, diesem von je regsamen nnd arbeitsfreudigen Bezirk, veranstaltete Herr Prediger Gold nt a n n « Herford in der letzten Zeit eine Reihe von Versammlungen. In Herford, Bunde, Oeynhausen, Minden hielt Herr Prediger Goldmauu jedesmal vor einer stattlichen Hörerschaft Vorträge über „Gcgeuwartssorgeu und ZukunsLshofsnungen der deutschen Juden." Die Vorträge wurden von gespannter Aufmerksamkeit begleitet und oft von lebhaftem Beifall unterbrochen. Die Aussprache, die dem Vortrag folgte, war stets sehr angeregt und fruchtbar. Eine Versammlung in Detmold ist für die nächste Zeit angesetzt. Das starke Interesse au den Arbeiten des C. V. und an den großen Ausgaben, die seiner harren, fand auch im Ertrag einer im Bezirk veranstalteten Sorrdersammlrmg ihren erfreulichen und dankertswerten Ausdruck. Aus ^LHemnUz wird uns berichtet. Unsere Ortsgruppe des k. V. d. St. jüd. Gl., deren Tätigkeit der Krieg lange unterbrochen