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Im deutschen Reich · 1917-02-01 · Heft 2 (Februar 1917) · p. 70

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 2 (Februar 1917)
Article
Auf Beschwerden gegen die Judenzählung im Heere
Date
1917-02-01
Page
70 (sequence 2)
Language
German
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70 Im Deutschen Reich. Grund zu einer Beunruhigung der israelitlschen Glaubens, angehörigcn vorliegt. Dabei, darf das^ KriegsurinisLerirurr die Hoffnung ausspreckwu» daß die König!'. Israelitische Oberkircheubcbörde'es ihrerseits nicht an der u,öligen Aufklärung fehlen Itiffcu wird. I. B. v. Tagnarelli. An die K. Israelitische Oberkirchenbehörde Z. H. des Herrn Vorstands. 'Kriegstuinisterium. Berlin W. 05, beit 11.11. 1016, Ar. 1105 11. io. C. 1 b. Leipzigerstr. 5. Die uittcrut 11. 10. 1916 $U\ 247/8. 16. E. lb*) angeordnete Vachweisung über Angehörige des israelitischen Glaubens hat in der Oeffentlichkeit und auch bei einigen Kommandostelleu eine den Absichten des Kriegsministeriums nicht entsprechende Auslegung gesunden. Zum Erlaß wird daher bemerkt: 1. Die verfügte Erhebung ist nur zur eigenen Anterrichtung des Kriegsmiinsternnns bestimmt. 2. Sie soll die Unterlagen bieten, um. Klagen und Beschwerden über Versuche der Juden, sich dem Heeresdienst zu cut* ziehen» uachzuprüfeli. 3. Keineswegs sollten Behörden usw. daraus Gelegenheit nehmen» Juden aus ihren bisher iuncgehabten Stellungen zu entfernen. Jyür eine solche Maßnah Ule dürfen nur sachliche Gründe in Frage kommen. Das Weitere wird hiernach ergebenst anheimgestellt. An das Königlich Württembergischc Kriegsministerium. gcz. von Stein. Vom Stellvertr. (Ten.-Kommando des XIII. K. W. A.K. (Abt. II b. Nr. 85 851 K. O.) erging gleichfalls ein aufklarender und beruhigender Bescheid. * Auch eine Weihnachtsftimrnung. Ein Feldpostbrief. Ein Herr I. H. in Aachen hatte zu Weihnachten allerlei Liebesgaben ins Feld geschickt. Er erhielt von einem der Beschenkten, emern jüdischen Soldaten, den folgenden Brief: Am Felde, 2-1.12. 1916. Sehr geehrter Herr! Bei der allgemeinen Bescherung erhielt ich ein Paketchen, in dem ich Ihre Karte vorfand. Ich fühle das Bedürfnis, sür alb die schönen uub: für einen Soldaten so passenden Sachen. Ihnen und Ihrer Frau Gemahlin meinen herzlichsten Dank &u sagen. Zwar brennt daheim bei meinen Lieben kein Christbannt, tlnd „Weihttüchts"gescherrle habe ül) noch nie empfangen. ) Württ. Kr. Mitt. v. 25. 10. 16 Nr. 12 461. K. 16 N 1

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