Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1917)
- Article
- Die letzte Kriegstagung des Hansabundes in Berlin
- Date
- 1917-01-01
- Page
- 40 (sequence 2)
- Language
- German
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40 Im Deutschen Reich. schließen, mag er ein Bürgerlicher sein, oder von: Aradel abstammen. Auch der verfassungswidrige, «aber im Berwa ltungswege durchyesetzte Zustand, wonach nicht nur von den höchsten Stellen, sondern auch von den kutercu Rangstufen gewisser Laufbahnen ganze Klassen von Statsbürgcrn, insbesondere I d e n u n b 0 i s s id eilten ausgeschlossen sind, muß aufhörett. (Zustimmung.) Dieser Zustand muJ täglich neue schwere Kränkung für Slnatsdürger Utit stich bringen, die in ihrer vaterländischen Gesinnung urrd Opserwiiligkeit ni<i)t zurückstchen." (Ein entlassener Geschäftsreisender rächte sich cm fein eit jüdischen Chef durch beleidigeube antisemitische Postcarten und Bedrohungen. Der Chef, Herr F. O. tu Berlin, nahm die Hisse des Berichts iu Froulsurt a. M., dem Wohnort deZ Prvvisionsreisende»^ in Einspruch, das dann auch den uiitLfcniitifcöcit Phrasenhelden wegen Beleidigung zu. einer empsindu-cheil Geco- bzw. Gefangnisstrafe verurteilte. Fm Zeichen öes „Vurgfriederrs". Ciu sog. „Berliner Dental- Depot". Berlin, Friedrichstr. 129, sucht iit der „Hahnlechn. Rnudsch/ eine „Dame ^Christin)" für Lager und Kontor/' Derr jüdischen Zahnärzten und Technikern, aber auch allen andern, die sich vom antisemitischen Treidelt adgesl osten fühlen, wird es von Interesse seitt, das Dental-Depot in dieser Gesünurngs-Aeusterung leinten zu lernen, das jid; doch Wohl auch nur christliche Kundschaft WNit scht. Die israelitische Erziehungsanstalt zu Ahlem hielt am 17. Dezember lihre KnratoriuuuFitzung. Vor Clnlritt in b\c Tagesordrtnng widmete der Vorsitzeucw, Herr Iustizrat Dr. Bereud, den verstorbenen Mitgliedern der Verwaltung, dem langjährigen und verdienstvollen Schatzmeister, Herrn Gustav Cohen, unb den Kuratoren, Herrn Siegfried Brünn sowie dem am. Tage vor der Sitzung verstorbenen Herrn S. Vogelstein-Hannover, ehrende Worte trauen Gedeuteus. Ferner gedachte er der drei neuerdings für das Vaterland gefalletten ehemaligen Zöglinge. Bei den hierauf skrttfindenden Wahlen wurden die nach der Amtsdauer ausscheidenden Knmtvriuuts-OKitglieder durch Zuruf wiedergewxihlt. — Der Bericht des Vorstandes sowohl als auch die Rechnung des Jahres 1913 und der Voran schlag für 1917 wurden genehmigt. Bus dem Jahresbericht selbst sei hier folgendes erwähnt: Der Anstalisbetrieb wurde iu bisherigem Amsangst ansrechterhalteu. Das Mädchcuhaus dient noch iunuer als Lazarett; die Mäd» chetl sind in. einem anderit Gebäude uutergebrücht. 19 Gärtnerlehrlinge kamen zur Cutlassung intd sandelt gutbezahlte Stelluttgen. Von den 5 zur Entlassung gelounneueu Schüler'it traten. 4 in Sie Gärtnerei-Abteilung und 1 in die Schneiderei unserer Anstalt ein. — Der Gärtnerei-Betrieb hat int lausenden Jahre ans allen Gebieten gute Erträgnisse geliefert. Insbesondere tonnten die Cr- Zeugnisse der Obst-- und Gchölzschule in erheblichem Umfangs abgesehr werden. Die Obsternte war vorzüglich. Besonders hervorznheben sind zwei Schenkungen. Der verstorbene Siegfried Brünn vermachte der Anstalt neben einem' Kapital von 30 000 M. seine am Falkenhagencr See bei Spandau beleqenen zirka 65 Morgen großen Grundstücke, die znr Selbständigmachung ehemaliger Ahlemer Zöglinge, dienen sollen. Dieses Vermächtnis ist von ganz besonderer Bedeutung, weil es —: neben dem bereits zu dem gleichen Zwecke bestehenden „Hilfs- Fonds^ — einer ganzen Anzahl von ehemaligen Ahlemern, dis M in ichxer ZabiAeit auf dem Gebiete des Gartenurrd. Acker»