Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1917)
- Article
- Ueber den Heldentod eines jüdischen Soldaten
- Date
- 1917-01-01
- Page
- 33 (sequence 2)
- Language
- German
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Vermischtes'. 33 b}cf)f ni fnncr ^tafie ciu, so dicht, daß ein Sorengslück ihm seine schwere Wunde bcibrlugeri tonnte, Eluige Iasauicripcu trugen den ijalbbctouTUiofcu zurück, dem Verbandplatz entgegen. Längere Zeit hörten wir nun ttichts mehr von 'chm. Da traf Ms ganz unerwartet die traurige Nachricht, dasz er seinen Verwundungen erlegen sei. Es war' ein .schmerzlicher Schlag für die, tDcld)c in engerem Verkehr mit chm standen. Durch unseren gemein» samen Diellst war ich in täglichem engem Am gang mit ihm und bin ihm barum all eh nahegcjiauden. Ich tmeitz deshalb auch, was ich und was die ganze Bxttterie an ihm verloren hat: einen guten treuen fyrctmbj einen braven Kameraden und eineu sehr tüchtigen Soldaten. In Mut. Entschlosse-chEt uird Pflichjbewutztsein hat chn niemand zu übertreffen vermocht. Bei allen, die if^u; gdannt haben, Wird sein Andenken stets in hohen Ehren gehalten werden. In bet Sammlung französischer unö englischer Schulausgaben (Velhagen u. K l a s i n g). Lieferung 2S 8 „Kn^l'sh authors“ findet sich tu beit ^tnmerklrngen zu six tales fro:n Shakespeare, Seite 3 Zeile 13 und l^t folgende Anmerkung: „Monevs --- Helder und Geldgeschäfte. Der Plural hat etwas Verächtliches, etwas jüdisches." Von dem zweifelhaften Deut'ch und dem zweifelhaften Sinn abgesehen ist solch eine plumpe Beschimpfung eines Teils der Schüler, für die solche Schulausgaben bestimmt sind, denn doch unzulässig. Diese Vergütung der Schuljugelld durch den Anstcckuugs» ftoff des Aulise'mitismus, diese Verhetzung der Schüler unter* .einander, sollte unserer Schute doch ferngehallen werden. Die Friedenspropaganda -es Herrn Sch'ff. Die „Daily Mail^ veröffentlicht einen Artitel voll Enrlin. Der 'RrnerUaner, der eine Aeisc durch Deutschland gernacht hat und darüber in der englischen Presse ausführlich berichtet, warnt das englische Volk davor, die Friedenspropaganda des amerikanischen Bankiers Schiff etwa gering einzuschätzen. Schiff sei, wie Eurtin auScinandersetzt, ein sehr einflußreicher Mann. Er sei ein hervorragender Vertreter des Deutschtums in den Vereinigten Staaten und ein Führer der Juden. In einem Leitartikel unter der Aeber» schrift ,,Speyer und Schiff" fügt die „Daily Mai/ der Warnung Enrtins hinzu: „Wir müssen die Frage stellen, ob Lord Grey klug und stark genug ist, nur es mit diesen geschliffenen alten Herren aufzunehmen. Ist das Ministerium des Auswärtigen, nach» dem es monatelang von König Konstantin an der Aase herum» geführt und von Bulgarien gefoppt worden ist, noch imstande, sich gegenüber jzwei der hellsten und tüchtigsten Köpfe der Ber* einigien Staaten zu behaupten? Wir wünschen, daß England .irr diesem Punkte beruhigt sein könnte/ Der Landesverband j)falz hielt am 19. November 1916 ferne erste K r i e g s » L a n d e s v e r s a m m l n n g ab. Die Versammlung fand im jüdischen Gemeindehaus zu Neustadt a. H. statt und war verhältnismäßig gut besucht. Sämtliche Ortsgruppen — Homburg, Neustadt a. h., Pirmasens, Landau, Kaiserslautern, Ludwigshafen a. Nh., Frankenthal, Speyer — mit Ausnahme der Ortsgruppe Bad Dürkheim*) waren vertreten. Auch das Saar-Nahegebiet hatte an Stelle unseres verdienten, leider erkrankten, Lehrer Epstein-Hopp stabten einen Vertreter gesandt. In Verfolg der Tagesordnung erstatteten zunächst der Vorsitzende und der (^riftsührer» die Herren Koburger-L'hafen und Or. Kehr-Kaisers« lautern, ausfürliche Berichte 'über die Lage und die Tätigkeit des *) Der Vorsitzende der Ortsgruppe^ war dienstlich verreist untz hat die Einladung zur Aersammlung nicht erhalten» D, Red.