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Im deutschen Reich · 1916-11-01 · Heft 11-12 (November 1916) · p. 278

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
22 (1916)
Issue
Heft 11-12 (November 1916)
Article
Nach Absendung eines Partherpfeiles
Date
1916-11-01
Page
278 (sequence 2)
Language
German
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278 Im Deutscher: Reichs Kreuzt Ob letzteres von gesetztreuen Juden ohne GewissensbedenkeN getragen wird, ist bisher nicht bekannt geworden, aber jene, die es für Verdienste im Hinterlande erhielten — ihre Zahl ist groß h-> die tragen es, da sie wohl säst sämtlich Reformjuden sind. Die Mitglieder des amerikanischen Iudcnordcns United.Order V'ner B^rith tragen den „Stern Davids" mrd auf der Kopfbedeckung die ^Buchstaben U.O.B.B." Im Dienste des Hilfswerks kommt es den jüdischen Kräften nicht auf Abzeichen, sondern auf Taten an. Eine sehr stattliche Liste jüdischer Ritter -es eisernen Kreuzes veröffentlichen die K.E.-Blätter ausschließlich neuerdings ausgezeichnete Angehörige der im Kartell-Eonvent vereinigten akademischen Korporationen. Aber auch die „Ehrentafel" der Gefallenen ist wieder um eine Anzahl Namen vergrößert. Die Oktoberliste weist fünf jüdische Juristen auf, die im Felde den Heldentod fanden: zwei Rechtsanwälte» ein Restnendar und zwei Studenten der Rechte. Aber auch die Liste der in letzter Zeit im Heeresdienst beförderten 'K.-E.er ist sehr ansehnlich. Die von Iden K.-C.-Blättern veröffentlichten Feldpostbriefe zeigen einen frischen, erfreulich gesunden Soldatengeist, eine tröstliche Zuversicht und einen auch in .aller Schützengraben-Gefahr und Mühsal ausdauernden Humor. Mittelstan-sxarter und Anwaltschaft» In der Deutschen! Rechtsanwalts-Zeitung vom 15. Oktober d. I. weirdet sich der Herausgeber R.-A. Hans Soldau Ln Mainz gegen die sogenannte Mittelstandspartei, die sich neuerdings die grundsätzliche Änwaltsfeindlichkeit angeeignet habe. Er berichtet über das Auftreten des geistigen Führers dieser neuen Richtung, des Gerichtsvollziehers a. D. Frnhold, in einer Wiesbadener Versammlung vom 11. Juli 16. Dort habe Finhold u. a. gesagt: „Der Hunger unserer Rechtsanwaltschaft ist unersättlich." „Was man in diesen hungrigen Bauch schon alles hineingestopft hat, ist unglaublich." Die Vertreter der Anwaltschaft seien Liebknecht» Kohn und Landsberg; sie sorgten dafür, daß sich das Volk von den Juden ä u s b e u t e afl lassen müsse. Wenn ein Jude eine Ohrfeige bekomme, schreie der Reichstag sechs Tage lang. Wahrend das deutsche Volk vorn vor dem Feinde blute» werde das Volk hinter der Front an den Kostengalgen gehenkt." Auf diese Weise also wird der „Schutz des Mittelstandes" besorgt! Man erkennt wieder einmal, was alles sich hinter diesem Schlagwort verbirgt, mit dem das Volk über die wahre Natur der Bestrebungen dieser .Mittelständler getäuscht werden soll. Jüdische Fürftrrge für Elsaß-Lothringen. Im Anzeigenteil des vorliegenden Heftes veröffentlichen wir einen Aufruf zur Hilfe für jüdische Kriegsbeschädigte in Elsaß-Lothringen. Der Aufruf ist in seiner schlichten Sprache, in seiner ruhigen Betonung der Tatsachen so eindrucksvoll und er wird durch so viel hervorragende Organisationen, durch so viele Namen von hohem Ansehen und Gewicht gestützt, daß wir uns darauf beschränken dürfen» an dieser Stelle auf ihn aufmerksam zu machen. Jüdische Generale. Ein Leser unserer Zeitschrift schreibt uns: In Ihrem jüngsten Heft 9/10. schreiben Sie Seite 227: „Der. erste jüdische General, den es gab, ist uns aus dem Jahre 1812 bekannt." Hierzu möchte ich bemerken, daß General Lese vre unter Napoleon I.» der 1806/7 hier in der Mark kommandierte, gleichfalls Jude war^

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