Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 22 (1916)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1916)
- Article
- Die Juden im Weltkriege
- Date
- 1916-11-01
- Page
- 277 (sequence 2)
- Language
- German
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Vermischtes. 277 ZN ungen ou den bisherigen Kriegsanleihen beteiligt, wäre leicht nachweisbar. Durck) Airführung oer Talen und Leistungen euu, zckner, welche für die Verdienste von Sr. Majestät ausgezeichnet! wurden und die im Wege eines Ausrufes zur Vekannlga.be an die Redaktion des Werkes von den in Betracht kommenden Personen selbst einzuholen waren, könnte reiches Material zur Verfügung gestellt werden. Die Beteiligung der Juden an den Kriegsfürsorgezwecken und all den anderen zahlreichen Wohltätigkeitsanstalten chatte ein weiteres! Kapitel des Werkes zu bilden. Das Werk selbst würde nicht nur ein historisches Denkmal und für die kommenden Generationen ein Ansporn sein, gleiches zu tun, sondern wäre auch für die Stellung und das Ansehen Der gesamten Judenschast der Monarchie von großer Tragweite. Mit dem Ausdrucke vorzüglicher Hochachtung Ihr ergebenster Geza detl' Adami v. Tarczal^ k. und k. Konteradmiral. Nach Abscrröurrg eines partherpfeiles, gegen das Judentum) gerichtet, hat sich. die Zeitschrift „Lyceum" aus dem Dasein geflüchtet. Die dem höheren llnterrichtswesen gewidmete Zeitschrift brachte in ihrem Iuli-Augustheft den Artikel eines Herrn Dr. Joachim Elasen-Lankow über das amerikanische Schulwesen. Herr Dr. Clasen leistete sich dabei gelegentlich der Schilderung eines Besuches bei dem „damaligen Direktor» spater Superintendent des Deutschen" in Milwaukee den Satz» daß dieser Herr ein „Darmhesse vom! Stamme Juda" gewesen ist, der „mit 16 Jahren ausgewanderk und als guter Streber sich mit der angeborenen Schlauheit seiner Rasse „emporgearbeitet" hatte. Weiterhin wird die Redeweise des „Direktors des Deutschen" in einer Art wiedergegeben» wie ]it uns in den niedrigsten antisemitischen Blattern begegnet. Die ganze Schilderung ist um so kennzeichnender, als, ganz abgesehen von der bei den Antisemiten üblichen Ilebertragung des Urteils über eine Einzelperson auf eine große Glaubensgemeinschaft, dieser) Herr vr. Clasen nach seiner eigenen Darstellung 'dem „Darm-, Hessen vom Stamme Juda" seine Befreiung aus sehr uiu erquicklicher L a g e verdankt, in der er sich damals befand- In seiner Schilderung (S. 461) erwähnt er noch selbst den Dankj den er seinem Erretter beim letzten Besuch wiederholt ab gestattet- Sein Bericht ist jedenfalls eine wunderliche Art der Dankbarkeit- Eine Entgegnung, die der Zeitschrift cmgefcm&t worden war, fand keine Aufnahme, weil, wie der Leiter erwiderte» das „Lyceum** am 1. Oktober eingegangen sei und im letzten Heft kein Plätzchert Mehr übrig war. Der Einsender jenes Artikels interessiert uns nicht weiter, er spottet seiner selbst und weitz nicht wie. Daß aber eine Zeitschrift wie dieses „Lycenm", die vormals anerkennenswert und verdienstlich wirkte, eine Zeitschrift» die zu Lehrern sprechen will mrd die dem Erziehungswesen gewidmet ist, chre Leserschaft zur Geschmacklosigkeit erziehen kann, bleibt jedenfalls bedauerlich- Rreuz ober Stern. Angesichts der Leistungen, die jüdischer Opfermut im Werke des Roten Kreuzes aufweisen könnte» wenn chm Prahlsucht nicht fremd wäre, erscheinen die folgenden. Ke men Spötteleien antisemitischer Blatter doppelt abgeschmackt: „Der Stern Davids ist seit neuestem das Zeichen gesetzes-« treuer Krankenschwestern jüdischer Nation geworden» da sie das rote Kreuz aus religiösen Bedenken ablehnen (die mohammedan« schen tragen den roten Halbmond). Eine merkwürdige Schutzmarke tragt der reichsdeutsche Ausruf der „Spende für deutsche So watend Heime an der ZrpLt"^ mitten Lm> „Sterne Davids* steht das .Eisern-