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Im deutschen Reich · 1916-11-01 · Heft 11-12 (November 1916) · p. 276

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
22 (1916)
Issue
Heft 11-12 (November 1916)
Article
Von einem jüdischen Großindustriellen
Date
1916-11-01
Page
276 (sequence 6)
Language
German
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27 6 Fm Deutschen Reich Der L'ctnöe-verbanö Pfalz hielt am 19. November b. F. seine erste Kriegs-Laudesvcrsammlung ab. Die Versammlung fand im! jüdischen Gemeindehaus in Neustadt a. H. statt und» war verhältnismäßig gut besucht. Sämtliche Ortsgruppen — Hamburg, Newstabt a. H.» Pirmasens, Landau, Kaiserslautern, Ludwigshafen a. R., k^rar.kenthal, Speyer — mit Ausnahme der Ortsgruppe Bad Dürkbcinr — waren vertreten. Buch das Saar-Rabegebiet hatte an Stelle unseres verdienten, leider erkrankten, Lehrer Epstein-, tz-opstatten, einen Vertreter gesandt. Zunächst erstatteten der Vorsitzende und der Schriftführer, 'die Herren Kvburgcr-Ludwigslmfcn und Dr. Kehr-Kaiserslautrru. aussührliche Berichte über die Tätigkeit des Zentral-Bcrcins. Fhre Ausführungen klangen aus in die eindringliche Mahnung» die vorhandenen Organisationen zu vertiefen und weiter «uszubauen. Die interessante Diskussion» an der sich die Herren Direktor David-Neustadt, Dreyfuß-Landau, Prof. Heinemann-Ludwigshafen, Neu-Pirmascns beteiligten ergab völlige Äebcrcinstimmung, mit der Ausführung des Referenten. Darnach erstattete L>err Konsul Blum-Neustadt Bericht über die Organisation in der Pfalz. Seine mit allgemeinem Beifall aufgenommenen Darlegungen gipfelten in einer Reihe wichtiger Leitsätze, die einstimmig zum Beschluß der Versammlung erhoben wurden. Fn der darauffolgenden Vorstandswah.l wurden gewählt: die Herren: Rechtsanwalt Dr. Schulz, Fakob Weil in sfrankenthal, Dr. meä. Dannheißer und Max Dreyfuß in Landau-Pfalz, Mathematiker Koburger, Rechtsanwalt Dr. Schulz in Ludwigshafen o. R., Rabbiner Dr. 'Wcyl, Adolf Blum, Rechtsanwalt Dr. Kehr in Kaiserslautern, Rechtsauwalt Dr. Levy, Moritz Reu in Pirmasens, Max Gottschalk in Kirn, Lehrer Epstein in Hoppstatten, Konsul Blum, Direktor Theodor David in Neustadt a. H., Sigmurrd Dreyfuß in Speyer, Leo Hirsch in Homburg und S. Landauer in Rülzheim. Aus Mainz wird uns geschrieben: Die Seelsorge für die jüdischen Heeresangehorigen des Standortes Mainz ist vom Stellver-q tretenden Generalkommando des XVIII. Armeekorps dem Herrn Rab-, ^iner und Oberlehrer an der Großherzogl. Studieuaustalt. Dr. L o r g e übertragen worden. Die sämtlichen Kranken und Verwundeten in den »hiesigen. 22 Lazaretten werden von Herrn Dr. Lorge mindestens je einrnal 'wöchentlich besucht. Vermischtes. Die Juden im Weltkriege. Die „Neue Irrere Presse" erhielt vom k. und k. Konteradmiral d. R. Geza bell' A d a m i von Larczal folgende Zuschrift: ,^uer Hochwohlgeboren! Mit diesen Zeilen möchte ich die Anregung geben zur Herausgabe eines Werkes, betitelt „Die Juden pesterreich-Üngarns im jetzigen Weltkriege." Die Juden haben heldenmütig an der Aront gekämpft» als jAerzte Außerordentliches geleistet» in Galizien hat die jüdische Bevölkerung einen nicht genug hochzuschätzenden Patriotismus bewiesen, wofür nur, um einen Beweis desselben hier anzuführen, die HÄfe erwähnt sei» welche sie versprengten Offizieren unserer Armee angedeihen ließen, indem sie denselben in ihren. Heimstätten eine Unterkunft gewährten, ihnen Zwilkleider gaben, und den« selben zur Flucht verhelfen. Schon Montecuceoli sagte zum Kriegfuhren brauche man Geld, Veld und in welchem Ausmaße sich dje Juden durch große Zeich,

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