Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 22 (1916)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1916)
- Article
- Jüdisches Wörterbuch [Rezension]
- Date
- 1916-09-01
- Page
- 235 (sequence 2)
- Language
- German
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Briefkasten. 235 den deutschen Verwalt unas- und Militärorganen, die mit ihnen verkehren, zugänglich machen will, bildet eine reiche Quelle sprach» ,und kulturwrssenschaftlichen Erkenntnis. Es verdient eine eingehende Würdigung und soll sie in unserem nächsten Heft erfahren. —u. * Bei der Redaktion ist eingegangen: Von Heimat und Glauben, Kriegsbetrachtunaen vom Groß- Herzogs. Rabbiner vr. Bruno Italiener in Darmstadt, z. Z. Fcldrabbiner beim Oberkommando der 7. Armee. Verlag: Hof. buchhandlung H. L. Schlapp, Darmstadt 1916. Geheftet 1 M. * Die tage des jüdischen Volkes in Rußland. Reden, gehalten in der Duma. Aeberseht und mit einem Geleitwort versehen von. Prof. Vr. S. Kali scher. Verlag von C. A. Schwetschke & Sohn, Berlin W 57 1916. Preis 80 Psg. 2 Wirtschaftliche Angelegenheiten. — Die An- und Verkaufs-Genossenschaft des Areises Nerdenburg e. G. m. b. fy. erließ im Liegnitzer Tageblatt Nr. 157 eine Anzeige, durch die sie einen „routinierten Disponenten, Ehr ist, intlttärfrciu suchte, der „mit der Getreide-, Futterurrd Kartoffel- Lranche vertraut und gewohnt ist, intenfib zu arbeiten". Der Eentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens wandte sich an den Vorstand der Genossenrchaft mit der Vorstellung, daß schon in Friedenszeiten das yineinziehen der Religion in den geschäftlichen Verkehr bedauerlich fei; jetzt aber, wo Juden und Christen gleichermaßen Gut und Blut für das Vaterland einsetzen, Aufsehen erregen müsse. Die Berechtigung zur Anfrage nach den Gründen seines Vorgehens leitete der Centralverein aus der.. Tatsache her, daß er „200 000 deutsche Juden in ihrem Kampfe um die Gleichberechtigung vertrete". Die Genossenschaft hat dre Anfrage unbeantwortet gelassen. Die Tatsache spricht für sich selbst und bedarf keiner weiteren Hinzufügrina. — Wir weisen auf derlei antisemitische Regungen im Wirtschaftsleben als auf beachtenswerte Krankheitssyniptome hin, aber auch in der Absicht, jüdische Bewerber vor zweckloser Mühe und vor Zurückweisung zu bewahren. * Briefkasten. A. G., Berlin. Auf anonyme Anfragen' erteilen wir keine Auskünfte. Wenn Sie sich bev uns melden, werden Sie Bescheid erhalten. Anonymus, Leipzig. Dasselbe gilt für Ihre Einsendung. Fr. B. w—in, Frankfurt a. M. Ihre Schiedsgerichtsideen können sich niemals verwirklichen. Ein Schiedsgericht kann vielleicht einen Krieg überflüssig machen -— obwohl auch da vielfach angezweiselt wird, ob in jo wichtigen Fragen der Staaten-