Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 22 (1916)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1916)
- Article
- Zu den Opfern des Krieges [Nachricht]
- Date
- 1916-09-01
- Page
- 222 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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222 Im Deutschen Reich, Tüchtigkeit und Tapferkeit. Der Centralverein betrauert mit den schwer betroffenen Eltern den hoffnungsvollen jungen Mann, der Nicht nur mit Begeisterung für das Vaterland ins Feld gezogen, sondern mit seinem Leben auch für das Judentum erngetreten ist, wie es sein Vater mit seiner Person und seinem Wirken seit einem Menschenalter tut. Das Andenken des jugendlichen H^d.en, sohncs wird unvergessen bleiben! & — Zum Geheimen LNeöizinalrat wurde jüngst Herr Professor vr. Falkenheim in Königsberg i. Pr. ernannt. Herr Gehermrat Prof.' vr. Falkenheim ist Mrtglieo unseres Ientralvorstandes, Vorsitzender unserer Ortsgruppe Königsberg in Pr. und [in. hoher» Grade verdient um unsere Sache. * Spenden. Als freiwillige Spenden girrgen neuerdings bei uns ein von der Firma Hirsch & Maier in Canstatt 20 M., von Frau Geheimrat Landsberg in Berlin 10M. Ferner .spendete Herr Dr. G u st a v S t i e b e l in Frankfurts. M. 10 M, Herr Bernhard Casparius, Berlin, spendete „aus Anlaß einer Feier 100 M. Herr Arthur Be n sin g e 1% Münchensandte 100M.> Herr vr. Gustav Stiebet, Frankfurt a. M., 10 M. Herr Iustizrat Salinger, Oppeln, anläßlich der Silberhochzeit 100M., Herr I)r. Walter Börnstein, Assistenzarzt Brest-Litowsk, „aus Anlaß des Sieges über die Rumänen" 20. M. Vermischtes. — Der ..Badische Beobachter" in Karlsruhe gehört zu den Organen der Zentrumspartei, die sich dagegen verwahren, antisemitisch zu wirken, die aber dennoch ihre Spalten denen &ur Verfügung stellen, die Mißstimmung gegen die Juden erregen. Dafür lieferten Berichte „vom Land", dre im 14. und 17. August in dem Karlsruher Zentrumsorgan veröffentlicht wurden, deutliche Beweise. „Zu den Quellen der Mißstimmung", so war der folgende Bericht überschrieben: „Der Bad. Beobachter" hat in dankenswerter Weise mehrere Artikel gebracht, die hoffentlich sogar den k'abiuZ Ouvetawr im badischen Ministerium zum Vorgehen veranlassen werden. Da geht es nun in einem hin, wenn die Aufmerksamkeit auch noch auf einige weitere Punkte gelenkt wird, die gleichfalls viel Stoff zur Mißstimmung beigetragen haben und andauernd beitragen. Im Alai und Juni mußten tut Kommunalverband Offenburg-Land die Landwirte ihr überschüssiges Getreide abliefern; da der Kleinbetrieb vorherrscht, hanvelte es sich meist um Mengen von weniger als einem Zentner; man hatte glauben sollen, der Kommunalverband ließe dieses Getreide direkt bei den Leuten abholen. Das Getreide