Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1916-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1916) · p. 184

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
22 (1916)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1916)
Article
J. M., Berlin
Date
1916-07-01
Page
184 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
chapter
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2316602-2316857-2316861--26322-2350948
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

184 Am Deutschen «Reich. Briefkasten. I. fit, Berlin. An der Wandervogelfrage vertritt der Centvalverein den Standpunkt, daß auch Wandergruppen der indischen Fugendvereine nur dann als erstrebenswert angesehen werden; können, wenn es für Juden unmöglich oder mit der Ehre nicht verträglich ist, in die übrigen Wanöervogelgruppen ernzutreten oder in ihnen zu bleiben. — „Blau-Weiß" ist die Bezeichnung jüdischer Wandervogelvereine mit, wenn auch meistens nicht offen eingestandener zionistischer Tendenz. Sie werden daher nach dem von uns eingenommenen Standpunkt gut tun, Ihren Sohn in eine solche Gruppe nicht eintreten zu lassen und die, wie Sie saaen, dringenden .Bemühungen, ihn zum Eintritt zu bewegen, entschieden zurück». zuweisen. * A. K„ Köln. Urb er die Tendenzen der „Deutschen Gesellschaft für Nassenhygiene" in München gibt der Aufruf der Gesellschaft nicht so deutlichen Aufschluß wie die Fassung der im Juni 1914 geänderten Satzung und der Wortlaut des Aufnahme- Gesuchs. Z 2 der Satzung lautet: „Die Gesellschaft hält sich von politischen und konfessionellen Bestrebungen fern"; nach dem 8 7 ist aber Bedingung für die Aufnahme des Bewerbers auch die Angabe der Konfession. Auf den Formularen der Aufnahmegesuchs befindet sich die Zeile „Meine konfessionelle Zugehörigkeit die irrt Widerspruch mit dem 8 2 steht und genügend -über die Tendenz der Gesellschaft aufklärt. * ■— A. §., München. Wie weit das richtig ist, was die „Kölnische Bolkszeitung" kürzlich gegen die „Z ent ral- Linkaufs-'GesellschafL" vorgebracht hat, können wir selbstverständlich nicht nachprüfen, und es ist für die Abwehr antisemitischer Angriffe deshalb nahezu bedeutungslos, weil diese führende katholische Zeitung mit keiner Silbe dabei die etwaige Mitschuld von Juden behauptet hat. Für den in dem Münchner „SonnLaqsblatt für die katholische Familie" am 22. Juni mit der Notiz der „Kölnischen Bolkszeitung" eng verbundenen Satz „Sine jedenfalls aus jüdischen Händlern oder sonstigen Maulpatrioten bestehende Gesellschaft hat Macht, die Grenzen zu öffnen, wenn eS ihr Nutzen ist, und sie zu schließen, wenn es der Nutzen de? -Volks tyäre " ist nur das „Münchner SonntagsblaLt"

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.