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Im deutschen Reich · 1916-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1916) · p. 180

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
22 (1916)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1916)
Article
Kabarett-Unfug
Date
1916-07-01
Page
180 (sequence 1)
Language
German
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ISO Im 5>cut[djcu Rcich< — Kabarett - Unfug. Aeber die Unsitte sogenannter Humoristen in den- Kabaretts mxb Varietös, den jüdischen Soldaten 'zur Zielscheibe ihrer Witze zu machen, hat sich die Frankfurter Zeitschrift „Die Fackel" am 24. Juni d. I. wie folgt geäußert: „Was israelitische Monats- und Wochenschriften heftig rügen, ist richtige doch glauben wir betonen zu sollen, daß diese faulen Witze gerade von'Humoristen und Komikern jüdischen Glaubens gemacht werden. Die Herren nehmen sich in dieser Beziehung nichts übel. Wenn man sie interpelliert, meinen sie naiv: „Wir sind ja selbst Juden. Wir können uns das schon erlauben, weil man. doch bei uns keine verletzende Absicht voraussetzen darf." — Das ist genau dieselbe Entschuldigung wie dia eines jungen Acbeltäters, der vom (Berichte freigesprochen wird, weil er die zur Erkenntnis der Strafe barktüt seiner Handlung erforderliche Einsicht noch nicht besessen habe. Die jüdische Bevölkerung Deutschlands hat recht, wenn sie sich in dieser ernsten Zeit ganz besonders lebhaft derartige Lümmeleien verbittet und Theater, die sich weigern, Abhilfe zu schaffen, selbst dann meidet, wenn der Flegel ein Glaubensgenosse ist. Ans will es bcdünken, daß letzterer noch abfälliger zu beurteilen ist, wie der einer oude.m Konjession augehörige Possenreißer." Es kann nicht oft genug diesen jüdischen „Humoristen" vorgehalten werden, welche traurige Bolle sie spielen. Wir werden nicht ermüden, dies zu tun, wenn auch einzelne bisher davon nicht abzubringen waren; insbesondere verweisen wir auf den von uns schon genügend gekennzeichneten Willi Prager, der immer von neuem jüdischen Zuhörern £>runt> zu gerechter Empörung gibt. * — Vaö Altheiöe. In der Nummer 8 des „Breslauer Eisens bahn.-Anzeigers" vom 5.—11. Juni ist unter der Rubrik „Besuchet Bad Altheiöe" u. a. die Villa Waldschlößchen von ihrem Besitzer Ernst Seidl er als „Erstklassiges christliches Haus" enrpsohlen. Die Einladung zum Besuch des Bades Altheide, ist also, soweit die Villa Waldschlößchen in Frage kommt, für jiHische Besucher ohne Geltung. * Die unter Leitung -es Verbandes -er jüdischen Lehrervereine herausgegebene Beilage des Israelitischen Familienblattes vom 27. Juli b. I, enthält nachstehenden Bericht aus Burg* Prelpach in Bayern: „Herr Lehrer Lev i wurde von der königlichen Regierung mit der Führung der Leiden protestantischen Schulen, deren Lehrer zu den Waffen berufen worden sind, iund auch der Fortbildungsfchüle beauftragt. Die drei Schulen weisen insgesamt 168 Schüler auf. — Eine anerkennenswerte Kriegs« ttrheit hinter der Fronte 7— Man sieht, es geht auch anders t M — n rNLtglieö -er S^nagogen-Genrein-e Aeuruxxin sollte kürzlich beerdigt werden. Durch eine Verkettung widriger« Um* ftärwe konnte der von auswärts erbetene Rabbiner nicht zur Abhaltung der Grabrede in Neuruppin eintreffen. Auf Ersuchen hat der? neuzugezogene pberpfarrer Günther am Grabe ge, jtzrMerr,

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