Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 22 (1916)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1916)
- Article
- Opfer des Krieges [Nachricht]
- Date
- 1916-07-01
- Page
- 169 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Ve r eins Nachrichten. 169 — Opfer -es Krieges. Wie nns der Vorstand der Ortsgruppe Straßburg i. E. mit teilt, ist der Leutnarrt der Landwehr, Rechtsanwalt Paul ScheYen auf dem Felde der Ehre den Heldentod gestorben. Er gehörte zu den ersten Altelsässern, die sich dem Bestreben des Eentralvereins anschlossen und war Mitglied der Straßburger Ortsgruppe seit ihrer Begründung. Im Namen des Offizierkorps widmete ihm in der „Straßburger Post" vom 4. Juli der Major und Kommandeur des Landwehr-Fußartillerie-Bataillons Nr. 10, Rampoldt, einen ehrenden Nachruf ‘mit der Anerkennung „Er war ein gewissenhafter, tüchtiger Offiziers bei seinen Kameraden überaus beliebt". Fm August 1914 zu den Waffen gerufen, trat Paul .Scheyen als Offizicrstellvertreter ein und wurde im Dezember 1914 Leutnant. — Die militärische Laufbahn unseres hochgeschätzten Vereinsmitgliedes» des Mitinhabers der Loewensohnschen Kunstanstalt in Fürth, Kommerzienrat Albert Rosen selber, der im Jahre 1904 als Oberleutnant der Landwehr verabschiedet, 1914 sich freiwillig wieder gemeldet hatte und, bald darauf znm hanptmann befördert, das zweite Feldrekrutendepot des 3. bayrischen Armeekorps kommandierte, hat am 1. Fuli auf dein Exerzierplätze Hainberg durch einen unglückseligen scharfen Schuß ein tragisches Ende genoinmen. Bei der Beerdigung am 3. Fuli war der Kommandierende General von Könitz mit einigen Stabsoffizieren anwesend, und von einem Offizier Wunde im Namen des Ersatz-Bataillons mit kurzer Ansprache ein Kranz auf die Bahre gelegt. ''Nach der Trauerrede des Rabbiners Dr. Freudenthal sprach der Vertreter den „Richter- Vereinigung Fürth". Hierauf ergriff den erste Bürgermeister von Fürth, I>r. Wied, das Wort zu einer längeren Ansprache, in der er der großen Verdienste gedachte, welche sich der Dahingeschiedene um das Allgemeinwohl der Stadt Fürth, um die Kriegswohlfahrtspflege und um die sonstigen Humanitären Einrichtungen erworben habe. Den Schluß der Leichenfeierlichkeit bildeten die von der aus* gestellten Ehrenkompagnie abgegebenen drei Salven. Der dem Verblichenen von dem „Fränkischen Kurier" in Nürnberg gewidmete Nachruf schließt mit den Worten: „Man kann wohl sagen, daß mit Nosenfelder einer der Besten der Stadt Fürth geschieden ist". ❖ —- Der Ausschuß -es Verban-es -er Deutschen Jrröen teilt uns mit: „Wie wir erfahren, wird neuerdings die Behauptung verbreitet, daß der Verband der Deutschen Firden eine ZwangsorganisaLiorv der jüdischen Gemeinden Preußens betreibe. Diese Behauptung entbehrt ieden Grundes. Der Verband der Deutschen Fuden hat niemals die Absicht gehabt, den jüdischen Gemeinden eine Organisation (oder ein Organisativnsgesetz) aufzu.zwingen. Der von ihm gemeinsam mit dem Deutsch-Israelitischen Gemeindebund seinerzeit ausgearbeitete Entwurf eines Organisationsgesehejs sollte nicht gegen den Willen, sondern auf Grund der freien Entschließung der Gemeinden zum Gesetz erhoben werden. Seit dem Gemeinoetag von 1909, also seit sieben Jahren, ist der Plan eines Organisationsgesetzes weder vom Verband der Deutschen Fuden, noch vom Deutsch- Israelitischen Gemeindebund jemals wieder ausgenommen worden. Verband der Deutschen Fuden, gez. vr. horwitz, Vorsitzender."