Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 22 (1916)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1916)
- Article
- Die Hauptstelle für Berufsberatung
- Date
- 1916-07-01
- Page
- 146 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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146 Im Deutschen Rekch< DieHn « ptsteNe für Zernfsbrvat« ngist am 1. Juli 1916 dem Centralverein ange» gliedert morde«. Mir weise« «nfere Mitglieder a«f diese für die Entwicklung des J«dentums wichtige Einrichtung hin und behalten «ns vor, in der nächsten Unmmer eingehend Über die Zwecke «nd Ziele?« berichten. Inhalt: Die deutsche Fudenfrage in der Be. leuchtung durch Hcrrdens „Zukunft". Bon Dr. Felix Goldmann-Oppeln. — Das Edikt vom 23. Juli 1847 und die Verl Lner philosophische Fakultät. Von Ludwig Geiger. — Der badische Ministerpräsident August Lamey und die bürgerliche Gleichstellung der Juden. Von Iustizrut Dr. Henry Silberstein, Berlin. — „Gibt es eine arische Rasse?" Bon Dr. W. de la Motte» Charlottenburg und Dr. S. Feist, Berlin. — Vereinsnachrichten. — Korrespondenzen. — Vermischtes. — Briefkasten. — Wirtschaftliche Angelegenheiten. — Bücherschau, Antisemitische Erholungsorte. Die deutsche Irrdenfrage in der Beleuchtung durch tzardens „Zukunft". Don vr. Felix Goldmann-Oppeln. Während der gesamten letzten Monate war es die Ost» judenfrage, die besonders im;udenfemdlichen deutschen Blätterwalde zn den fürchterlichsten Ahnungen und den trübsten Zukunftsbildern den Stoff lieferte; und die übliche Hetze gegen die deutschen Juden konnte nur so nebenher und indirekt betrieben werden. Darum dürfen wir aber nicht etwa wähnen, man habe uns ganz aus dem Gesichtskreis verloren! Und wenn alle uns vergessen sollten, auf einen können wir uns verlassen! Isidor Witkowski-Harden hält treu die Wacht! Damit die „Söhne Sems", wie er sich früher einmal so geschmackvoll ausdrückte, nicht etwa glauben, ihre in ernster Zeit bewiesene Vaterlandsliebe, ihre erprobte deutsche Gesinnung könnte etwas an ihrem bisherigen Schicksal ändern, offner er die Spalten seiner „Zukunft" flugs einem Artikel, der in seinen Behauptungen und Wünschen, zumal in dieser bnrgfriedlichen Zeit, ein gewisses Aufsehen zu erregen berechtigt ist. Denn so jndenfeindliche Ergüsse hat man auch in Friedenszeiten nicht oft zu lesen bekommen, nicht einmal in der „Zukunft"!