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Im deutschen Reich · 1916-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1916) · p. 132

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
22 (1916)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1916)
Article
Eine Passahfeier im Feindesland
Date
1916-05-01
Page
132 (sequence 2)
Language
German
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132 Fm Deutschen Reichs und mehreren Stabsoffizieren beiwohnte. Die Freier nahm trt Anwesenheit von etwa 350 jüdischen Soldaten einen erhebenden Verlauf Der Kommandierende äußerte sich über die Feier und die Predigt sehr befriedigt, * —- Dank aus Amerika. Unter dieser Aeberschrift hat die „Frankfurter Zeitung" am 18. Mai nachstehende Mitteilung eines Frankfurter Einsenders, Dr. G. I. P.. veröffentlicht: „Ich sitze einer weißhaarigen Dame gegenüber, die mir im Verlaufe des Krieges aus Amerika erhaltene Briefe vorliest und erzählt, daß sie vor langen Jahren einem russischen Indenjungen, der elend und verkommen in Frankfurt Unterstützung gesucht» zu Hilfe gekommen sei. Sie!xx! sich mit guten Freunden zusammengetan» dem Jungen Schulunterricht geben lassen, der als heller Kopf in kurzer Zeit sein Einjährigen--Examen bestehen und in ein Frankfurter Geschäft als Lehrling cintreten konnte. Dann Üt er nach Amerika ausgewandert und dort ein reicher Mann, sogar ein Großindustrieller geworden. Er empfindet nicht nur die genossenen Wohltaten seinen ichemaligen Gönnern gegenüber dankbar, sondern tragt sie als unvergeßliches Geschenk des großen Deutschlands in sich. Das bezeugen seine Briefe gn seine Wohltäterin: Providence II. 8. A. 29. Dezember 1914« . . 'Möge Gott bald geben, daß der Frieden zustandekommt- 5'u Ehren Deutschlands, das für seinen Mut und Tapferkeit sicher das Lob der Welt empfängt. Wir wollen hoffen, daß die Engländer etwas von ihren hohen Gedanken heruntergedrückt werden. Gerade gestern hat die amerikanische Regierung England zu verstehen gegeben, daß sie die amerikanischen Schiffe nicht mehr belästigen dürfen. Auch die Stimmung hier hat sich in den letzten paar Wochen sehr zugunsten Deutschlands geändert, was mich tief erfreut. Wir'wollen also das Beste für die braven deutschen Soldaten Providence II. 8. A. 18. August 1915. „Da die deutschen Armeen diese lumpigen Russen jetzt wieder £ui bearbeitet haben» wird der Aar sich vielleicht bald zum Frieden entschließen. Hier, speziell in Reu-England urrd in Providence, ist tie (Stimmung jetzt sehr gegen Deutschland, aber noch mehr gegen Ruizland» obwohl die russische Regierung Orders für über £00 Millionen Dollar ausgegeben und zwar meistens an Fabriken hx dieser Gegend hier. Auch mir wurde eine Order auf Munition für eine Million Dollar angeboren, die ich in Providence hatte erfüllen können. Ich habe aber refüsiert, denn ich will keinen Verdienst haben» um tausend Deutsche zu töten oder zu verletzen *. 8. Seren Sie stets versickert» daß ich bis zu meinem letzten Atemzuge all Ihrer Güte geoenke. Armut ist gewiß kerne Echande, aber Andanr wäre eine Schande, und deshalb versichere ich Sie» daß ich Ihnen nie vergessen werde, was Sie und die lieben Fchrigen mir Gutes vor zirka dreißig Jahren erwiesen haben." Dazu bemerkt Dr. G- F. -P.: »>Ts wird jetzt drüben eine große Anzahl von Männern ähnlich fühlen wie dLeserg-mssische Jude, der sich rmit Hilfe deutscher Bildung eine Existenz hat schaffen können«

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