Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 22 (1916)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1916)
- Article
- Der Kunstrezensent der Kreuzzeitung
- Date
- 1916-05-01
- Page
- 129 (sequence 2)
- Language
- German
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Korrespondenzen. 129 in der sicheren Schweiz (Zürich, bei I. Schabelitz) unter dem Mel -MnLon v. Werner und die Berliner Hofmalerei" erscheinen ließ und mit einem Wort F. Th. Vischers als Motto versah: „Am liebsten geht sie zu Hofe, und sie fühlt sich wohl in ihrem Sklavenkleide." Damals nahm.er Vogel, Skarbina Und Heyden, die von Werner aus der Hochschule herausgedrängt waren, leidenschaftlich in Schutz; stand Menzel respektvoll, doch kühl gegenüber und betrachtete als bedeutendsten Berliner Maler — Max Liebermann: „Er ist mit Herrn Skarbina zusammen der bei weitem modernste, radikalste und interessanteste dortige Maler und mir persönlich einer der anziehendsten und sympathischsten deutschen Künstler überhaupt. Ich finde seine Bilder wahr und tief, intim und stimmungsvoll wie wenige andere. Er . gefallt, trotz der erbitterten Anfeindungen, denen er und Uhde immer ausgesetzt waren und teilweise ausgesetzt sind. Das Wort „Liebermann" bringt noch heute alle alten Kunstesel, Heiligenmaler, augenverdrehenden Schönheitsschwarmer, minderwertgen Kunstrezensenten in den Harnisch der Entrüstung." Will die Redaktion der „Kreutzzeitung" ein übriges tun, so seien ihr die „Gedichte" v. Khaynachs (Berlin, 1891) zur Prüfung empfohlen, besonders die blutige Iw» vektive „An die feudalen Politiker" (Seite IN)."