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Im deutschen Reich · 1916-03-01 · Heft 3-4 (März 1916) · p. 90

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
22 (1916)
Issue
Heft 3-4 (März 1916)
Article
Rabiater Rassenantisemitismus
Date
1916-03-01
Page
90 (sequence 1)
Language
German
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Im deutschen Reich. Vermischtes. — Rabiater RassenantisemiLisnrus kennzeichnet eine im Sis- Verlag in Zeiterschienene Schrift von Treumnnd Waise, „Das neue BodenrechL» die Grundlage germanischer Wieder» gebürt". Gern wurde man über so wüste Ausfälle hinwegsehcn, wenn nicht diese trotz des Burgfriedens verbreiteten Aufreizungen gegen die Juden geeignet wären, in den Kreisen, die sich mit der Frage der „Bodenreform" beschäftigen, antisemitische Strömungen zu fördern, obgleich die Bodenreformfrage weder mit der Konfession noch mit der Basse wirkliche Beziehungen hat und auch Juden zu den eifrigen Boden reforrnerrr zahlen. Das; diese das Recht a ll e r am Erdboden vertreten, ist die größte Besorgnis des edlen Bitters, der sich nuter dem Namen „Treumund Watse" verbirgt. Seines Erachtens widerspricht eine allgemeine Landverpachtung derart germanischem Wesen, daß er sagt: „Zum Teufel mit aller orientalischen Vernichtung des Vaterlandes als Pachtware! Kämpfen wir für eine germanische Freiheit des Bodens, nie, nimmer für eine orientalische, die höchstens für das an sich vaterlandslose Judentum annehmbar ist!" Semen Wünschen entnehmen wir, daß einer der vornehmsten Satze unserer Staats- Verfassung lauten solle: „Jeder Blntdeut sch e hat das Recht, unentgeltlich vom Staate das ihm zuständige Land zu fordern." Jede Scholle, deren Eigentümer nicht blutsdeutsch und nicht arisch sind, soll bedingungslos enteignet werden. Die Lösung der Fuderrfrage denkt der edle Menschenfreuird wie folgt: „Einmal wird der Tag kommen, da man die Juden vertreiben und ihren Besitz, wie ehemals die Klöster, einziehen wird. Je schneller das Judentum an Macht zunimmt, um so früher wird ihm die Stunde der Vernichtung schlagen. Ein etwa noch größerer Schutz, eine noch weitere Begünstigung der Juden durch Staat und Regierung beschleunigt nur die Katastrophe für Juda und sind auch ohne jedes 'Zutun der Weg zum Massen-Antijrldaismus." — Die deutschen Juden fürchten solche Drohungen nicht, tun aber gut, auf der Wacht zu bleiben und zu be» v buchten, wo und wie Angriffe zu gewärtigen sind, die nicht nur siesondern das Vaterland gefährden. Die verblendeten Hasser der Juden machen gar keinen Hehl daraus, daß sie den Umsturz wollen, wenn ihnen Staat und Regierung sich nicht unterwerfen, die sich nach solchen Bekenntnissen nicht darüber lauschen können, wer zu den Anarchisten zu rechnen ifi* —• Von -en jüdischen Volksschulen in Koken. Das neueste ,,'Schulverordnungsblatt für Polen" (Rr. 4) bringt folgende Bestim. mungen über die Lehrziele und Lehraufgaben der Volksschulen in'Polen: Der.jüdische Religionsunterricht hat nach der Verordnung das religiöse Gefühl zu wecken, die jüdische Tradition

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