Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1916-03-01 · Heft 3-4 (März 1916) · p. 83

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
22 (1916)
Issue
Heft 3-4 (März 1916)
Article
Das Aprilheft von Westermanns Ill. Monatsschrift
Date
1916-03-01
Page
83 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
chapter
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2316602-2316857-2316859--26037-2350605
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Korrespondenzen. 83 Korrespondenzen. ■— Das Axrilheft von IDesternranns III. Monatsschrift enthält einen von dem Geh. Justiz rat Prof. Dr. Philipp Zorn verfaßten Artikel „ Deu L sch e Zuk un f 1 s g ed an k en ", dem eine wesentliche Bedeutung beizumessen ist. Wir entnehmen dieser tiefgründigen Arbeit zunächst nur nachstehende ansprechende Gedanken: „Politische Parteien werden auch in Zukunft sein; auch das liegt in den Notwendigkeiten der menschlichen Natur. Aber unser ganzes Parteiwesen muß einen anderen Charakter bekommen. And ein schlechter Kerl soll künftig der sein, der den andern für einen schlechten Kerl halt oder gar erklärt, w^il er einer anderen politischen Partei angehört. — Eine der höchsten und wohltuendsten Erfahrungen der großen» schweren Zeit war es und wird es, so Gott w-ill» bleiben, daß der Gegensatz der Bekenntnisse in der großen deutschen Volkserhebung so gut wie ganz verschwuren ist. Auch dies wird nicht so bleiben; aber ein großer Segen kann und wird daraus doch hoffentlich für unser Volk erwachsen. — Das deutsche Judentum hat seine vaterlarrdische Pslicht voll erfüllt. Die Heldengraber jüdischer Soldaten und die Eisernen Kreuze, die die Brust von solchen schmucken, sind dessen ehrendes Zeugnis. Diese Pflichterfüllung ist selbstverständlich und auch von den deutschen Juden als selbstverstärrdlich betrachtet worden. Wir müssen daraus die Folgerungen der Gerechtigkeit ziehen. Es gibt schlechte Juden; es gibt auch schlechte Christen. Jede Schlechtigkeit trn Handel Und Wandel muß aufs schärfste bekämpft werden, aber eine Verallgemeinerung lediglich aus Gründen eines religiösen oder Ra sseng egezu.» sa tzes muß abgelehnt werden/. m — Der Verband Her Deutschen Iuöen gibt für die jüdischen Angehörigen des Heeres zum Passahfest 1916 ein Heft heraus» das von den jüdischen Soldaten im Felde gewiß mit Freuden begrüßt werden wird. Es enthalt von Rabbiner vr. Iampel in Schwedt den Artikel „Von den Israeliten in Aegyptens Frohndienst"; von Rabbiner Dr. Hannover in Cöln „Zur Sederfeier"; von Hugo Juckermann eine Nachdichtung des Oh ad gadja „Das La mm lern"; ferner »»Mirjams Lied" von Freiligrath u. a. m. Gemeinden und allen, die an Angehörige im Heere Exemplare versenden wollen, stehen solche im Verbands-Bureau, Berlin W 35» Steglitzer Straße 9» zur Bei> fügung« -- Wie uns btt Ausschuß Le» Verbandes btt Deutschen JuLen mUteüt, ist bei dem Oberkommando Ost ein Ausschuß für eine fahrbare Kriegsbucherei eingerichtet worden, zu dessen Mitglied der Feldrabbiner Dr. Rosenak vorgeschlagen wurde. Durch Stiftung von 2500 M» wird das Anrecht erworben, daß der betreffende

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.