Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 22 (1916)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1916)
- Article
- Nichtpatentierte Erfindungen
- Date
- 1916-03-01
- Page
- 82 (sequence 1)
- Language
- German
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82 Im Deutschen Reichs — NichtpaLciiLiertr Erfindungen. In den Nr. 18 dcr „Deutschvölkischeir Blatter" vom 1, März d. I. fanden wir nachstehende Mitteilung: „Gegen 400 jüdische Fleischhändler wurden, so lesen wir in der „Deutschen Warschauer Zeitung" vom 13. Februar 1916 (Nr. 43) nach dem „Polak Katolik" wegen Nebertretung der Fteischverordnung mit je 100 Kronen und mehrere Kaufleute wegen Spekulationen in Mark und Kronen mit je 200 Kronen Geldstrafe belegt/ Auf unsere Anfrage, weshalb sie bei den 400 Fleischhändlern die Konfession hervorgehoben, sie aber bei. den. bestraften Kaufleuten fortgelassen haben, erhielten wir von der Deutschen Warschauer Zeitung folgerten Bescheid: Warschau, den 15. Vlarz 1816,. Miodowastraße Nr. 20. Arlf Ihre w. Zuschrift vom 1. März beehren wir uriS zn erwidern, daß weder m der genannten noch tn den innerhalb dieses Zeitraums erja,:enenen Nummern der „Deutschen Warschauer Zeitung" eine Notiz ähnlichen Inhalts erschienen ist. Hochachtungsvll „Deutsche Warschauer Zeitung" Schriftleitung (Unterschrift) — Die Klabriaspartie im Film. Diese Angelegenheit hat bereits am 7. Februar unsere Ortsgruppe Düsseldorf veranlaßt, sich an die Direktion der U. T. « L i cht s p i e l e mit dem Hinweis zu wenden., daß der Film „Die Klabriaspartie" geeianet sei, den Antisemitismus zu entfachen und auch den Burgfrieden zn gefährden. Die Direktion des Union-Theaters G. m. b. h. erwiderte sofort: „daß wir den Film „Die Klabriaspartie"» trotzdem derselbe tu den Städten, tu denen viele Juden wohnen, den größten Erfolg aufzuweisen hat, und obwohl unser Theater während der letzten vier Tage vorwiegend von Juden besucht wurde, seit heute nicht mehr aufführen". Die in Berlin vorgekommene Verteilung der Reklame für den Film, der die Klabriaspartie zur Darstellung bringt, ist ebenfalls eingestellt worden. Wir können unsere Glaubensgenossen nur ersuchenden Darstellungen antisemitischer Films, sowie den Aufführungen judenfeindlicher Theaterstücke fern zu bleiben^ & — Der Aufruf der Jüdischen Krietzsfürsorge für Elsaß-Lothringen, der unter Beilegung einer Zählkarte in dem vorigen Heft unserer Zeitschrift veröffentlicht wurde» hat, wie uns der 2. Vorsitzende und Schriftführer, Herr Max Epstein in Straßburg, erfreut mitteilt, „einen sehr guten materiellen Erfolg" gehabt, Aus allen Gegenden Deutschlands und auch aus dem Felde seien Beiträge eingsgangen«