Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 22 (1916)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1916)
- Article
- Ein tüchtiger Rechtsanwalt [Nachricht]
- Date
- 1916-01-01
- Page
- 38 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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38 Im Deutschen 'Reich, Wirtschaftliche Angelegenheiten. — Gin tüchtiger Rechtsanwalt würde in einer im Regierungsbezirk Eösliu gelegenen Stadt beibaldiger Niederlassung eine sehr einträgliche 'Praxis finden. Ein am Orte wohnhaftes Vereins, Mitglied hat sich zu genauerer Auskunft erboten. * Briefkasten. p. R., Neisse. Die im Verlage der Iunfermannschen Buchhandlung in Paderborn erscheinende Monatsschrift „Das heilige Feuer" hat keinen ausgesprochen antisemitischen Eharaktcr, aber einzelne Zitate und Fußnoten, wie z. B. in denen von „fremden Eindringlingen'^ „Judenartikeln auf christliche Feste" u. dgt. m. die Rede ist, sind immerhin anstößig. Verblümt wird auch angedeutet, daß man das, was man zurzeit des Burgfriedens nicht sagen dürfe, spater sagen wekde. Es -ist jedenfalls nicht gusgeschlossen, daß. dann das heilige Feuer antisemitisch emporlodern wird. * D. N., Berlin. Auch der „Vorwärts" ist so geschmacklos, seine. Leser durch Geschichtchen in jubelnder Tonart zu unterhalten. Am 9. November brachte das Blatt ein angebliches Genrebildchen aus Polen von Max Eck-Troll, das sich besser für ein antisemitisches Witzblatt eignen würde, als sür eine Zeitschrift, die freisinnige Tendenzen zu vertreten sucht. Dazu trägt die widersinnige Geschichte so das Gepräge der Unwahrheit, daß jeder, der in Polen bei Juden war, sofort erkennen muß, daß Max Eck-Troll nicht erlebt, sondern erfunden und ungeschickt erfunden hat. Denn wenn die Juden Mazzes essen, geschieht dies während und nach dem Passahjest, also zu einer Zeit, in der das Neujahrssest und das Laubhüttensest bekanntlich nicht „bevorstehend" sind. Auch sonst strotzt das Geschichtchen von Widersinn. -kr Dt. M. Cöln. Wenn sich französische Rabbiner und fran. zö fische jüdische Vereinigungen unter dem überwältigenden Eurdrück ihrer Umgebung zu heftigen Ergüssen gegen die deutsche Kriegführung verleiten ließen, ist dies zwar nicht erfreulich, aber es rechtfertigt dies keinen Versuch deutscher Blätter, für diese Kundgebungen dar Judentum haftbar zu machen. Alle Bestrebungen, religiöse Be, kenntnifse für kriegerische Zwecke nutzbar zu machen, sind natürlich bedenklich, aber solche Versuche sind in Welt größerer Zahl und größerem Eifer von nichtjüdischer Seite gemacht worden. Wir verweisen auf einen „Zu der literarischen Kriegserklärung französischer Katholiken" überschriebenen Artikel des „Dag" vom 4L. Januar. In diesem wird berichtet, daß