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Im deutschen Reich · 1916-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1916) · p. 30

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
22 (1916)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1916)
Article
Deutsch-amerikanische Juden
Date
1916-01-01
Page
30 (sequence 1)
Language
German
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30 Im Deutschen Reich. Deutsch-amerikanische Juden. Unter dieser Ueberschrift ist in diesem Zeitschrift (Z. 84) bereit? im März 1D15 ausgesühn uwrden: „Bon aem hochverdienten Philanthropen Jacob H. Schiss, der als Teilhaber der Ncw-^lorker Banksirma Kuhn, Lord L Co. in der Großsinanz hohe» Ansehen genießt, sind selbst in liberalen Blätrern in der jüngsten Zeit Dinge behanptet worden, die als eine Verunglimpfung eine? Ehrenmannes znrüdgewiesen werden müssen." — Dazu gehördie unbegründete Behauptung, daß sich das Bankhaus Ktlhn', Loeb L Co. an der letzten in Amerika abgeschlossenen englisch'srckN" zöstschen Kriegsanleihe beteiligt habe. Tatsächlich hat Jacob' H. Schiss frtne Teilnahme an der Anleihe mit der Begründung abgelehnt, nichts zu unicrlwhmett, was Rußland irgendwie .nützen könne. Da trotze dem die Freunde der „Entente", denen diese Erklärung peinlich wap, versuchten, Zrveifel an der Richtigkeit dieser Erklärung zu verbreiten, ergingen bezügliche Anfragen an Herrn Schiss, der darauf nach einer Mitteilung der in Wien erscheinenden „Jüdischen Korrespondenz" vom 2. Dezember d. I. nachstehende Antwort erteilt hat: „William and Pine Streets. New-York, 29. Oktober 1915. Kuhn, Loeb L Co. Werter Herr Bezirksrabbiner k Ich komme in den Besitz Ihrer Zuschrift vom 10. d. M., deren Inhalt ich mit Aufmerksamkeit gelesen habe. Die engtisch-französische Anleihe, von der Sie schreiben, ist bereits vor mehreren Wochen abgeschlossen worden, trotzdem meine Firma ihr Mitgehen und Unterstützung dieser Anleihe abgelehnt hat, gerade aus dem Grunde, weil ich nicht wünschte, etwas zu tun, w a s dazu beitragen könnte, die inhumane russische Regierung neuerdings zu stärken. Ihr ganz ergebener: Jako b S ch if t m/p. Herrn Bezirksrabbuier Benzion Katz, Qbere Donaustr. 48, Wien." * — Der Mannheimer Ktiegsfürfotge haben die in New Port wohnenden Kinder des verstorbenen S a l o m o n Loeb, des mit einer Mannheimerin verehelichten Gründers der Firma Kuhn, Loeb & Co. in New Jork, 10 000 M. zugewendet. Der Sohn eines der Mitbegründer der Newyorker Firma Kuhn, Loeb & Eo., I a m e. s Loeb, der schon einmal deö Noten Kreuzes in Worms mit ansehnlicher Spende gedachte, hat, nach einem der „Darmstädter Zeitung" aus Worms Angegangenen Bericht, wiederum MX) M. überwiesen und dazu geschrieben: „Gerade jetzt, wo die mirvüllig unbegreifliche Stellungnahme der amerikanischen Regierung in Deutschland zu erneuter Mißstimmung führen muß, liegt es mir als loyales Anerkennen daran, zu bezeugen, daß meine Sympathien und meine Segenswünsche ganz auf deutscher Seite sind. Daß es mir darum zu tun ist, das Liebeswerk des Roten Kreuzes in der Geburtisstadt meines Paters zu fördern, ist leicht begreiflich." rft — Vas amtliche Vereinsdlatt der Müllerei-Verufsgenoffenschaft „Die Mühle* hat in der Nummer 52 vom 24. Dezember v. I. unter der Ueberschrift „Klagen eines Kleinmüller«* nachstehende Richtigstellung dieser Klagen gebracht:

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